Hamburgs Bürgerschaftswahl fast belanglos


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Wahlprognosen verdeutlichen kaum Veränderung

Erneut meinen manche Medien, sie müßten das Kurzzeitgedächtnis der Wähler bemühen, dabei werden schnell die Ergebnisse der letztmaligen Bürgerschaftswahlen vor fünf Jahren außer acht gelassen. Welch fatales Signal, was tief blicken läßt. Umso wichtiger einiges gerade zu rücken.

Die SPD solle laut MOPO bei neuer Umfrage davoneilen, so daß obendrein die Hamburger die AfD aus dem Parlament kicken. Nur mal zur Erinnerung, 2015 erzielte die SPD immerhin 45,6 Prozent, jetzt sollen es gerade mal 39 Prozent werden können, dafür hätten die Grünen ihr Ergebnis fast verdoppelt, da kann man von einem Davoneilen sprechen. Der scharfe Beobachter sieht kaum einen Unterschied zwischen 6,1 Prozent vor 5 Jahren bei der AfD und den jetzt prognostizierten 6,0%. Da mag man kaum ein „aus dem Parlament kicken“ entdecken.

Die Welt sich schön reden, das wird nicht hilfreich sein

Das gilt wohl erst recht für die Hansestadt, die ohnehin keinen leichten Stand hat, immerhin verbockte gerade die SPD unter Olaf Scholz manch ungereimtes beim letzten G20-Gipfel 2017, während voller Inbrunst von gewaltbereiten Demonstranten die Rede war, spielte der SPD-Bürgermeister das brutale Verhalten der Polizei herunter, von dieser sei keine Gewalt ausgegangen, Konsequenzen bleiben einfach aus.

Erneut übersieht die verantwortliche Politik die Botschaft, die sich mit derartigen Entscheidungen nach außen offenbart. Linke Gruppierungen verteufeln, während man den tatsächlich latent vorhandenen rechten Terror herunterspielt, oftmals nicht beim Namen nennt, außer wenn das Faß überläuft wie jüngst in Hanau.

Die SPD wird eher die meisten Stimmen verlieren

Sollten die Prognosen sich bewahrheiten, wobei die FDP tatsächlich bangen muß, nicht mehr im Plenarsaal Platz nehmen zu können. Kein Wunder nach dem Thüringer Dammbruch, dies nehmen die Wähler ihr natürlich krumm.

Das desolate bevorstehende Ergebnis der CDU, welches die Hamburger Morgenpost verkündet, erscheint ein wenig übertrieben, schließlich stünden jener Verlust von 4 Prozent der Stimmen den zu erwartendem Minus von 6,5% bei den Sozialdemokraten gegenüber. Insofern übertreibt die MOPO, während dennoch der Bürgerschaftsabgeordnete Kazim Abaci (SPD) und der Bezirkspolitiker Dennis Paustian-Döscher (Grüne) sich freuen, wenn die Faschisten aus der Bürgschaft gekickt werden, weil eine gezielt höhere Wahlbeteiligung noch für entsprechende Überraschung sorgen kann. Am Sonntagabend wissen wir mehr.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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2 Antworten zu Hamburgs Bürgerschaftswahl fast belanglos

  1. Waldemar Dubowski schreibt:

    Dein Zitat: „Die Welt sich schön reden, das wird nicht hilfreich sein“ Das war es schon immer. Vermutlich werde ich es nicht mehr erleben, die Systemparteien in der jetzigen Form werden allesamt verschwinden, da sie abgewirtschaftet haben. Die alten Pferde taugen nicht mehr. – Auch wenn es nur eine Metapher ist, hierzu ein altes Indianersprichwort: „Warum wir tote Pferde reiten und wann du absatteln solltest!“ Schönen Tag noch.;)

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  2. Ronald Schubert schreibt:

    Es ist belanglos, da die Union in Stadtstaaten nicht genug Anhänger hat und es nach dem Theater in Thüringen ohnehin nur um SPD oder Grüne geht!

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