Bösartige Konkurrenz garantiert ein Klima der Herzlosigkeit


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Alltagsgeschehen unter zivilisierten Menschen?

Komm und laß dich zudecken, so kalt  um uns herum scheint es geworden zu sein. All die hämischen Blicke, das süffisante Grinsen verfolgen dich bereits bis hinein in deine verborgendsten Träume. Augenscheinlich beginnt deine Atmung, die anfangs viel zu unruhig die Umgebung anzustecken drohte, sich allmählich zu entspannen. Dem Zucken der Augenlider folgt nun eine wohltuend sichtbare Beruhigung, schlafe gut und möglichst tief, dies scheint dir schon so lang vergönnt.

Denken wir nur zurück an die hektische Betriebsamkeit der letzten Wochen und Monate, wohl kaum eine Mütze Schlaf genommen werden konnte, Streß zum ständigen Begleiter wurde. Während alle Welt meinte, es ließen sich irgendwie Probleme einrenken, war dir längst bewußt, daß du den Wettlauf mit der Zeit verlieren würdest, fast chancenlos hilflos den Gesetzmäßigkeiten der Märkte ausgesetzt. Und jetzt liegst du hier, hast endlich schlafend für den Augenblick zur Ruhe gefunden im Alltagsgeschehen einer bösartigen Konkurrenz, die ein Klima der Herzlosigkeit garantiert.

Wer öffnet den Knoten und beweist Rückgrat?

Keine Sorge, Sie befinden sich mit den merkwürdig anklingenden ersten Zeilen  nicht mitten in einem dramatisch sich zuspitzenden Roman als Reflektion unseres Zeitgeschehens, sondern eigentlich in der Realität, um sich der ganzen Tragweite der umfassenden Zusammenhänge behutsam zu nähern. Die Problematik eines unübersehbaren Zeitgeistes, der so viele Menschen in seinen ungesunden Bann bereits gezogen hat, darf man nun wirklich nicht mehr einfach ignorieren, wollen wir uns nicht selbst schuldig machen im Sinne des Humanismus!

Was treibt Menschen an, sich dermaßen weit von ihren ursprünglichen Wurzeln zu entfernen? Verlorengegangen ein selbstverständliches Rückgrat, welches stets bereit, dem Nächsten zur Hilfe zu eilen? Wer löst den Knoten, um die Augen zu öffnen, die immer öfters verschlossen? Nein, wir lamentieren nicht im Rätselhaften, sondern werden sehr direkt konkret: Müssen wir uns ständig einem zunehmenden Gaffertum unterziehen, wo Zivilcourage auf der Strecke bleibt, oder bewegt sich Gesellschaft stets  an dieser Grenze zwischen Zerstörung und Erhalt? Angesichts solcher Fragestellungen könnte man dem Irrglauben verfallen, daß da jemand kommen möge, um als „Heilsbringer“ die Menschheit auf den rechten Pfad der Tugend zu führen, wie dies historisch die Welt stets dramatisch durchleben mußte. Nein, das wäre so ziemlich die verkehrteste Antwort, auch wenn viele Menschen tagtäglich ein Lemmingverhalten unter Beweis stellen.

Im Strudel der Superlative – Konkurrenz  ein Herzenskiller

Was im Ursprung eigentlich eine Geste der Gemeinsamkeit bedeutet, sich zu treffen, um zu laufen, zu rennen, um die Wette zu rennen, weil „con“ aus dem Lateinischen für „zusammen“ steht und „currere“ für „laufen, rennen“, zeigt im allgemeinen Sprachgebrauch die weitere Entwicklung eine gewisse Schwäche des Menschen, zu unterscheiden zwischen dem Stärkeren, dem Sieger und dem Schwächeren, dem Verlierer, um entsprechend für sich Macht beanspruchen zu können.

Konkurrenz letztlich ein Ventil, um die Macht auszubauen, ein Herzenskiller, der rücksichtslos seinen Weg geht? Die Weltwirtschaft offenbart genau solche Prozesse, und wer dem Druck der globalen Märkte nicht standhalten kann, verliert gänzlich, unabhängig davon, daß ein Großteil der Menschheit sowieso erst gar nicht berücksichtigt wird, sich damit abzufinden hat, chancenlos dem Tod entgegenzublicken. Da wirken Organisationen wie die UNO und viele andere Institutionen wie blanker Zynismus trotz sich selbst beweihräuchernder Statements, Kongresse und Aktionen. Die Ergebnisse einer Zunahme weltweiten Leids sollten letztlich Anmahnung genug sein, daß da etwas grundverkehrt läuft!

Dennoch Lichtblicke der Hoffnung in Aussicht?

Sich in die Spirale eines hoffnungslosen Pessimismus gleiten zu lassen, kann keine wirkliche Option bedeuten. Damit ist niemand gedient, unabhängig davon, daß all jene Heuchler, die angeblich Gutes im Schilde führen, ihren verlogenen Weg erst recht fortsetzen würden. Nein, es gilt, aufrechten Ganges der Konkurrenz die Stirn zu bieten, sie zu ignorieren. Denn Konkurrenz belebt nicht das Geschäft, sie zerstört Menschlichkeit. Dies gilt es zu verinnerlichen und zu leben. Nur im Miteinander, wobei dem vermeintlich Schwächeren die hilfreiche Hand geboten, bewegen wir uns zurück zu unseren alten Wurzeln, back to the roots.

Der Hopi Thomas Banyacya sprach vor über 27 Jahren vor der UNO, weil es für ihn eine Möglichkeit bedeutete, sich einer breiten Weltöffentlichkeit Gehör zu verschaffen, um uns auf altbekannte Prophezeiungen hinzuweisen, die eintreffen werden. Es mag sein, daß bösartige Zungen dieses alte Wissen diffamieren, doch die klaren Signale und Lichtblicke sind unverkennbar präsent. Man mag sie ignorieren, für den anderen bedeuten sie Gewißheit, eine Aussicht auf Hoffnung in einer Welt, die mal wieder am Rande der eigens verursachten Zerstörung steht.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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