US-Vorwahlen deuten auf eine Farce hin


Demokratie gefährdet nach dem Ende des Impeachment-Verfahrens?

And the winner is The Donald, der kam, sah und siegte, wie Cäsar fühlte sich der 45. US-Präsident, läßt prompt seine Gegner spüren, was er von ihnen hält, inwieweit im Weißen Haus der Ton eines Alleinherrschers den politischen Kurs bestimmt. Who makes America great again? Neben jedem Trump-Fan ihro Gnaden selbst, meint er.

Einfach es dabei belassen, weil letztendlich der Wahlausgang jetzt schon feststeht? Das könnte man, wenn man denn wollte. Eventuelle Überraschungen sind trotzdem nicht auszuschließen. Als 2016 jener Donald Trump zur US-Wahl antrat, hielten viele ihn für chancenlos. Mit Tricks, Häme, russischer Hilfe und rassistisch-rechtsradikaler Bereitschaft im Land der unbegrenzten Möglichkeiten wurde es am Ende The Donald. Eine Wiederholung in Sichtweite?

Bernie Sanders dürfte ihn noch oftmals reizen

Keineswegs mit deftigen Argumenten geizen. Doch reicht das auch? Beim TV-Duell der Demokraten präsentierten sich sieben der noch verbliebenen elf, wobei der Ex-Bürgermeister Pete Buttigieg offensichtlich nach der Iowa-Wahl in Umfragen zulegen konnte, der Abstand zu Bernie Sanders kleiner wurde. Man bedenke, Sanders ist gar 40 Jahre älter, so daß der noch junge Buttigieg zwar über weniger Erfahrung verfügt, aber wesentlich robuster ist in Sachen Gesundheit und Energieressourcen.

Trotzdem liefert natürlich ein Bernie Sanders manche Argumente, um dem amtierenden Donald Trump die Stirn zu bieten, selbst wenn dieser in seiner Häme keineswegs nachlassen wird, sich äußerst bestärkt fühlt nach jenem Impeachment-Debakel.

Joe Walsh und Bill Weld nur Mittel zum Zweck

Damit ein Donald Trump nicht gleich alleinig für die Republikaner in dieser 59. US-Wahl antritt. Nach den Vorwahlen verbleibt nur The Donald, dessen demokratischer Gegenspieler ein Bernie Sanders oder ein Pete Buttigieg sein wird. So die Einschätzung bereits nach erster Vorwahl in Iowa.

Es folgen noch 18 Vorwahltage bis zum 06. Juni in den Jungferninseln, dann enden die Vorwahlen, nachdem zuvor beim letzten Super-Tuesday am 02. Juni in fünf wichtigen Bundesstaaten bestimmte Entscheidungen fallen. Am Ende stehen die beiden Kontrahenten zur Präsidentschaftswahl fest.

Es verbleibt eben jener fade Beigeschmack, diesem Donald Trump nicht seines Amtes enthoben zu haben, obwohl etliche Indizien dafür sprechen. Kein guter Tag für die Demokratie nicht nur in den USA, sondern weltweit, wo doch gleichzeitig der „Siegeszug“ rechtsradikaler Kräfte sich zu festigen versucht.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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6 Antworten zu US-Vorwahlen deuten auf eine Farce hin

  1. cource schreibt:

    ich glaube Trump wird nur als sündenbock benutzt um von der weltwirtschaftskrise und deren folgen für die vom system benachteiligten abzulenken—die weltwirtschaft ist am abnippeln und hält sich nur noch durch die exorbitante ausbeutung von umwelt/natur/mensch über wasser, es ist egal ob ein obama oder trump die sozialen errungenschaften wieder rückgängig macht—das geld wird ständig entwertet siehe die exorbitanten preise für immobilien und eine erneute währungsreform/geldentwertung ist systemimmanent/unausweichlich—-die größte lüge dabei ist: die angeblich erhöhte lebenserwartung, die war vielleicht vor 2008 gegeben aber heute gehen die schinder an den stressfolgen bei zeiten hops, deshalb es lohnt nicht mehr sich für dieses überholte system zu verausgaben, nicht umsonst halten sich selbst die konzerne bei neuinvestitionen massiv zurück

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    • hraban57 schreibt:

      Selbst wenn dem so ist, weil deine Ausführungen teilweise folgerichtig sind, darf man Trump eben nicht banal als Sündenbock hinstellen, vielmehr hat er gefälligst sein Verhalten zu verantworten! Da muß ich ganz spontan an jenes klägliche „mal soeben in den Beichstuhl gehen“ denken, welch simpler Vorgang, um seine „Sünden“ zu entschuldigen.

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      • cource schreibt:

        Trump ist stolz darauf ein fiesling zu sein aber wenn obama heimlich die folter in guantanamo gefängnis gebilligt hat ist das auch nicht viel besser

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  2. Ronald Schubert schreibt:

    Ich bin mir sogar sicher, mit dieser überalterten Art von Wahlen soll das Volk beschäftigt und ihm Demokratie suggeriert werden.

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  3. hraban57 schreibt:

    Antwort an „cource“ zum Kommentar (16:53): Barack Obama hat mitnichten eine heimliche Folter in Guantanamo gebilligt! Eine solche Behauptung hast du frei erfunden, um obendrein Herrn Trump zu entschuldigen? Muß ich nicht verstehen.

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    • cource schreibt:

      warum sollte ich soetwas erfinden, wenn Noam Chomsky. das in einem Video vor studenten behauptet hat, ich habe lediglich die handlungen der republikaner/Trump mit denen der demokraten/Obama verglichen, aber deine reflexartige „kann nicht sein reaktion“ zeugt von einer besonderen loyalität gegenüber den demokraten und das hat nichts mit wahrheitsfindung zu tun, schade

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