Gewusst wie


https://pixabay.com/photos/chair-old-ruined-green-furniture-1309885/

pixabay.com

Groß war der Stuhl,
einem Thron gleich,
zum Zappeln lud er ein,
zum Fläzen, er war so breit,
und diese Lehnen
so einladend sich
dem Träumen hinzugeben,
wie verlockend der Wunsch
auch im Alter so einen Sitz
einem eigen wär,
und so leicht zu ergattern,
im Prinzip gar nicht schwer,
das trotzige Kind
wird zu Berufung,
ermüdet ob der ständigen
Belehrungen
jedem verstehen zu geben,
für jedermanns Traum
das Vorbild zu sein,
indem man alles abnickt,
was zum eigenen Vorteil,
und schon ist man König,
ach ja, der Stuhl, der Thron,
behäbig muß er wirken,
mächtiger als das Menschlein,
das sich darauf tummelt
und austobt,
auf diese Niedlichkeit
fällt jeder rein.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Eine Antwort zu Gewusst wie

  1. cource schreibt:

    der bequeme stuhl verführt uns zu einer schlechten haltung/buckel macht unseren rücken schwach und führt zu kopflastigkeit, da haben es die inder/asiaten besser mit ihrem schneidersitz der eine beweglichkeit in den beinen und eine starke rückenmuskulatur erfordert, außerdem ist man im schneidersitz geerdet und verfällt nicht so leicht irgendwelchen hirngespinnsten oder ist es gar absicht mit sitzmöbeln die natürliche ruhe/gelassenheit und stärke der geerdeten menschen zu zerstören—vielleicht ist das mit ein grund weshalb die Japaner so alt werden

    Liken

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