Man sollte den Herrn Merz gleichwohl nicht ernst nehmen


Jede Schmierenkomödie hat ihren Wahrheitsgehalt

Irgendwie kommt kaum jemand umhin, diesem neoliberalsten Politiker von der CDU vehement zu widersprechen, wer nicht gleich als ewiglicher Ja-Sager gelten möchte. Ein wenig sollte man sich hierbei schon das Gesicht bewahren, und sei es doch nur, um ein kleines Hintertürchen offen zu lassen für den Fall, daß Friedrich Merz eben nicht Bundeskanzler wird.

Aber für allzu viel Optimismus ziehen keine Schönwetterwolken vorbei, die Zeichen stehen eher auf orkanartige Stürme hinsichtlich des just begonnenen Jahres, in dem höchstwahrscheinlich die Große Koalition platzt, Neuwahlen anstehen. Merz über Steuerwarnung von SPD-Chefin Esken: „Das nehme ich nicht ernst“, tituliert der Focus sein Interview. Das gleiche gilt erst recht für den BlackRock-Mann!

Bessi-Wessis treiben überall ihr Unwesen

Zum Leidwesen nicht nur mancher Ostdeutschen, sondern allseits in der Politik, wo eigentlich Fingerspitzengefühl und vor allem soziale Sicherheit vonnöten wäre. Fehlanzeige bei Friedrich Merz, aber das weiß man schließlich, und das nicht erst seit Spätherbst 2018.

Ein paar Wochen später lobte ausgerechnet Wolfgang Grupp dessen Wunschkandidaten Friedrich Merz. So ein Zufall aber auch, oder etwa doch nicht? Ein neoliberales Stelldichein ohnegleichen, nett verpackt in den ewiglich formulierten Phrasen von zäher Arbeit, Leistungsgesellschaft, Opferbereitschaft und Wachstum. Natürlich, davon lebt schließlich dieser Raubtierkapitalismus.

Der Merz übt sich als Energieexperte

Sorry, aber da lachen doch sämtliche Hühner. Ausgerechnet jener Friedrich Merz spielt sich als Experte auf, der doch stets den Atomstrom in den höchsten Tönen lobte, unter seiner Kanzlerschaft hätte es nach Fukushima keinen Atomausstieg gegeben. Aber Frau Merkel machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Da kann man schon mal leise anmerken, wie im Focus-Interview, wohin dessen Reise geht, wenn er mal ran darf.

Stop, er hält sich noch artig zurück. Wer’s glaubt, dem kann man auch nicht mehr helfen! Selbstverständlich kommt es stets auf eine gute Mannschaft an, Herr Merz, das gilt in der Politik genauso wie im Sport. Da sagt er uns nichts neues. Stirnrunzeln mit einem flauen Gefühl in der Magengegend baut sich auf, wenn ein Karl-Theodor zu Guttenberg plötzlich aus dem nichts auftaucht, um seinen „Senf“ dazuzugeben. Das läßt keineswegs hoffen, sondern viel eher resignieren, was nach Bundeskanzlerin Merkel noch geschehen mag.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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4 Antworten zu Man sollte den Herrn Merz gleichwohl nicht ernst nehmen

  1. Ronald Schubert schreibt:

    Wenn man bei der CDU überhaupt jemanden ernst nehmen sollte, ist es Friedrich, der Getriebene, denn der wartet seit 2000 auf seine Chance. AKK 47 hat sich mit ihrer Rolle in der zweiten Reihe längst abgefunden, denn auch sie kann Umfragen lesen und Laschet ist bis jetzt nicht mehr als ein Geheimtipp…

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  2. Seit 80 Jahren hatten wir so keine so miese Regierung, Wachsfigurenkabinett nenne ich sie wie diese. Jeder Arbeiter hätte für diese miese Leistung schon lange seine Kündigung bekommen. Aber als Politiker besitzt man Narrenfreiheit.

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  3. Hat dies auf Babsi's Aufschrei Herz_statt_Hass rebloggt und kommentierte:

    Seit 80 Jahren hatten wir so keine so miese Regierung, Wachsfigurenkabinett nenne ich sie wie diese. Jeder Arbeiter hätte für diese miese Leistung schon lange seine Kündigung bekommen. Aber als Politiker besitzt man Narrenfreiheit.

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  4. navy schreibt:

    BlackRock und Friedrich Merz, die nur den Ausverkauf von produktiven Arbeitsplätzen, Volksvermögen weiter betreiben würden.

    Gefällt 1 Person

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