Warmer Winter, trockener Frühling 2020


https://pixabay.com/photos/drought-earth-dry-desert-nature-4721400/

pixabay.com

Fortsetzung der Wetterextreme vorprogrammiert

Aber für all diejenigen, die eine Klimakrise leugnen, verbleibt lediglich der ignorante Kommentar, dies sei alles vollkommen normal, Wetterextreme hätte es schon immer gegeben. Was muß noch alles geschehen, bis auch der Letzte begreift, daß der Klimawandel keiner Hysterie entspricht, sondern uns alle angeht, gar bedroht.

Mit Blick gen Australien sollte das überdeutlich sein. Doch warum in die Ferne schweifen, wo selbst hierzulande das Wetter sich drastisch ändert. Wetterkapriolen sind alles andere als normal, vielmehr ein Alarmsignal, was niemand mehr abtun darf. Schon wird nach äußerst mildem Dezember auch die Prognose für den Januar 2020 viel zu warm, mit rund 4,5° C Durchschnittstemperatur in Deutschland. Obendrein muß mit einer extrem düsteren Prognose für Frühling 2020 gerechnet werden. Überraschend oder etwa nachvollziehbar?

Vegetation und Landwirtschaft geraten in Mitleidenschaft

Das Waldsterben verschwand im Laufe der letzten Jahrzehnte aus dem Bewußtsein, obwohl ein latent vorhandener Bestand ständig erkrankte, nicht für jedermann sichtbar, oftmals von Forstwirten zu wenig angemahnt, aber als drohendes Szenarium stets präsent. Die letzten beiden Jahre haben einen wesentlichen Anteil daran, daß immer mehr Bäume, ganze Wälder erkranken und absterben.

Viel zu trocken, auch die Landwirtschaft klagt längst über erhebliche Verluste, der Grundwasserspiegel sinkt in mancher Gegend dramatisch. Wenn schon im Frühjahr, wo normalerweise länger Regen fällt, dieser ausbleibt, wie gestaltet sich dann der Sommer? Ein dritter, viel zu trockener als Fortsetzung in Aussicht? Obendrein noch höhere Temperaturen als bereits im letztjährigen?

Ignoranz und Verharmlosung kommen uns alle teuer zu stehen

Recht hat die Jugend mit FFF, von Greta Thunberg sei Dank ins Leben gerufen. Aber jetzt haben Taten zu folgen, wie die Bewegung eindringlich fordert. Das stoische Festhalten am Kohle-Projekt seitens Siemens zeigt auf, daß der Konzern eine Chance verpaßt. Man kann dem Siemens-Chef eine gewisse Nachvollziehbarkeit bescheinigen, nur rechtens ist sie allemal mitnichten. Weil eine deutliche Ignoranz gebotener Bedenken gegenüber, wer die desaströsen Buschbrände in Australien sich vor Augen führt.

Das alles zählt für Siemens nicht, der Konzern möchte sein Gesicht bewahren, der Profit steht im Fokus, mit dem mißglückten PR-Gag, Luise Neubauer zum Aufsichtsrat in der Konzerntochter Siemens Energy zu machen, unterstreicht Siemens seine Unfähigkeit, den Ernst der Lage im Ansatz zu begreifen. Im Endeffekt folgt der Konzern der Linie einer Politik, die weiterhin auf Wachstum und globale Ausbeutung setzt, egal ob das Klima in einer Krise steckt und Menschen betroffen sind.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Klima/Wetter

Dieser Beitrag wurde unter Klima/Wetter abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.