Verwohntes Leben


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Klara sie hieß,
kein verwöhntes Kind,
früh Familie sie verstieß,
nachts heulte sie mit dem Wind,
der Drache schon lange in sie stieß,
wie schön und artig ich dich find.

Klara wurde verstoßen,
ihr Wesen war noch Traum,
gegen Moral gestoßen,
der Drache saß im Baum,
half mit anzustoßen,
ihr Fall störte ihn wohl kaum.

Klara vergaß zu weinen,
anstatt in Lüften zu schweben,
ihr Leben ein ständiges Vereinen,
ein Kind bedeckt mit Spinnweben,
Spielzeug von Drachenschweinen.

Klara lebte verloren,
der Drache genoß ihre Frucht,
kein Märchenprinz für sie auserkoren,
als Kern sie ausgespuckt, ohne Furcht,
Leben verwohnt im Morast, ohne Sporen,
der Drache längst neue Früchte aussucht.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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