Fenster meiner Kindheit


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Was wollte ich eben sehen,
die Jugendlichen lauthals sich necken,
manche wissen bereits, wie Küsse schmecken,
ihr Lärmen verhindert, eigenes Denken zu verstehen.

Heute hat der Lehrer wieder zugeschlagen,
zwischen den Stühlen und Bänken kroch Holger
in den Flur hinaus, der Stock traf schwer,
kein Laut, alle verstummt, niemand wagte zu klagen.

Neulich als ich von der Schaukel fiel,
weil ich Freihandschaukeln übte, das Brett den Nacken traf,
surrte durch die Zeit ein Wind, trieb mich kurz in Schlaf,
träumte das Wesen der Welt, schmerzlich das Spiel.

Am Horizont begegnen sich zwei Fähren,
Meersburg, Konstanz ihr Ziel, scheint, sie verfehlen es,
stoßen zusammen, werden zu einer Fähre, Opfer des Sees,
in Sicht der Säntis, zwei Fähren, lasse meine Gedanken gewähren.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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