Leidvolles Herumgeeiere zur deutschen K-Frage


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Von AKK bis Merz reicht nur der Verstand in der Union, ohne Scherz?

Die Bundesbürger scheinen ein ziemlich dickes Fell zu haben, schließlich ertrugen sie 16 Jahre lang den Helmut Kohl, um schließlich nach kurzer Schröder-Zeit 14 Jahre lang die Angela Merkel in den Kanzlersessel zu hieven. Soweit die geduldige Wählerschaft, selbst wenn alle anderen dies schwerlich verdauten, sie hielten im wesentlichen still.

Was bedeuten dabei jene ominösen Umfragen, besonders gern wenn unsichere Zeiten vorherrschen, gerade jetzt, wo doch die Angie kürzer treten möchte, am Ende nicht mehr als Bundeskanzlerin antreten will? Unkenrufe erschallen mal wieder, die AKK hatte noch den Friedrich Merz verbannen dürfen, eben nicht den CDU-Vorsitz zu erhalten. Manch Zeitgenosse beobachtete jenes Szenarium mit entsprechendem Unwohlsein, lautstarkem Seufzen, als sie sich durchsetzte, er ihr unterlag. Eine Farce par excellence!

In Wirklichkeit schlummerte Sympathie im Stillen, BlackRock sei Dank schob man dessen Einwirken nicht auf die lange Bank. Die K-Frage der Union in jüngster Umfrage ein Offenbarungseid, Deutsche wollen Kramp-Karrenbauer nicht als Kanzlerin. 13 Prozent sollen sich den Merz als Kanzler-Nachfolger wünschen, alle folgenden Plätze reihen sich schwach dahinter ein, so daß der Eindruck entstehe, er möge es in Zukunft richten. Ohje, da hülft nur noch entrüstetes Dichten.

Das alles in rechtsradikalen Zeiten, die Teutschland bevorstehen, man möcht‘ am Liebsten von dannen gehen, ohne sich im geringsten vorzubereiten. Bloß weg vor lauter Schreck! Welch dramatischer Gag. Was schon in Amiland mit dem blonden Dollen für genügend Probleme sorgt, läßt Sekt und Selters fließen, zu viele Flaschen entkorkt, vor lauter Verdrießen. Muß es denn ausgerechnet jener BlackRock-Merz sein? Oh, nein!

Die Befürchtung schwingt keineswegs ohne Grund, tut sich doch auf ein gähnend-dramatischer Schlund. Das Kapital bläst zur alles entscheidenden Schlacht, man hat längst entsprechendes Feuer entfacht. Es lodern bereits im Stillen so manch Flammen, Konzerne und Finanziers wollen jedwede Widersacher wegrammen, Hauptsache möglichst große Profite winken, selbst wenn etliche Schiffe längst sinken. Das kennt man doch aus Titanic-Zeiten, nix mit vorbereiten. Einfach stilles Erdulden, beim Merz gibt’s keene Schulden. Er weiß es zu richten, so wie mit allen anderen Bösewichten.

Und wenn im nächsten Jahr Neuwahlen ausgerufen werden, loofen sie hinter ihm her ins Verderben, Hauptsache ein Kanzler ward gefunden, erschallt es in aller Union-Munden. Der Rest der Republik fügt sich wie eh und je, welch schräges Klischee. So wie der Herr so’s Gescherr. Das wundert letztlich keenen mehr.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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