Stimmungsmache gegen Greta so weit das Auge reicht


Armselige Reaktion eines Herrn Wolfgang Bosbach

Die Liste derjenigen, die Greta Thunberg verunglimpfen, wird täglich länger. Die 16-jährige junge Schwedin initiiert völlig zu Recht den Protest gegen das politische Versagen, die Klimakrise verharmlost und unterschätzt zu haben, während etliche Leute meinen, sie müßten daraufhin bei jeder sich bietenden Gelegenheit sie diffamieren. Klima, ein Reizwort für manch finstere Gestalten.

Ob The Donald, Wladimir Putin, die Neue Rechte bis hin zu jenem Dieter Nuhr, sie alle nutzen ihre Prominenz, um die FFF-Gründerin möglichst in der Öffentlichkeit lächerlich zu machen, statt den Ernst der Lage auch nur ansatzweise zu begreifen. Jetzt „kippt bei Wolfgang Bosbach die Stimmung“, er kritisiert den Greta-Hype.

Vierzig Jahre Ignoranz rächt sich inzwischen

Ausgerechnet der ehemalige CDU-Abgeordnete Wolfgang Bosbach reiht sich ein in jene Schar der Widersacher, um daraus eventuell Kapital zu schlagen. Wie erbärmlich. Dabei hatte gerade die Union in diesen vier Jahrzehnten genügend Gelegenheiten, in ihrer Regierungsverantwortung entsprechend weise Umweltbelange zu berücksichtigen. Doch diese wurden schlichtweg ignoriert, um sich einem Konzernlobbyismus unterzuordnen und in Selbstgefälligkeit jedwede Kritik zu verschmähen. Das rächt sich jetzt.

Anstatt jene fehlerhafte Politik und daraus resultierende Versäumnisse einzugestehen, liebäugelt auch ein Herr Bosbach mit der Flucht nach vorn, um Greta Thunberg bloßstellen zu wollen, sich auf eine Rezession zu versteifen, die beinahe uns alle getroffen hätte.

Man sollte Äpfel nie mit Birnen vergleichen

Das eine hat mit dem anderen schlichtweg nichts zu tun. Wieder einmal beweist selbst Herr Bosbach, wie vorschnell Umweltbelange jene konservativ-verkrustete Unionspolitik mißachtet, darauf pocht, sie hätte die bessere Wirtschaftskompetenz. Sicherlich, in Fragen einer erfolgreichen Ausbeutung, also zu Lasten des kleinen Mannes, mittlerer und kleinerer Unternehmen, zum Vorteil großer Unternehmen und der Finanzbranche, da mag die Union glänzen.

Nur was hat denn Greta Thunberg mit der unsäglichen Kassenbon-Pflicht zu schaffen? Nichts. In einem Punkt mag man Herrn Bosbach noch folgen wollen, die Parteien nehmen sich in der Tat zu wichtig. Besser sie hören auf eine besorgte Jugend, die morgen noch leben will und nicht übermorgen an den Folgen einer verkehrten Klimapolitik verrecken möchte. Schön, daß Jörg Pilawa die Kritik an Greta Thunberg nicht nachvollziehen kann, es braucht mehr solcher Stimmen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Eine Antwort zu Stimmungsmache gegen Greta so weit das Auge reicht

  1. Ronald Schubert schreibt:

    Da wütet das reine schlechte Gewissen gegen Greta, die uns mit ihrem Pappschild den Spiegel völliger Untätigkeit und Unwilligkeit vorgehalten hat, denn es gibt seit Jahrzehnten eine angebliche Klimapolitik, die ihren Namen nicht wert ist und wir unseren Planeten, also uns einfach immer weiter zumüllen. Es gab viele Umweltgipfel in den letzten Jahrzehnten, aber nicht einer davon hat so viel bewirkt wie das Pappschild der schwedischen Schülerin, die so Millionen für das Klima auf die Straße brachte, die man nicht mehr übersehen kann!

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