Globalismus setzt destruktiven Kurs fort


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Chancen für eine friedlichere Welt ferner denn je?

Keine Aussicht auf Umkehr der Verhältnisse, weil Menschheit schon zu weit fortgeschritten im Kurs unbedarften Raubbaus sämtlicher Ressourcen, einem ständigen Geifern nach noch mehr Reichtum, einer endlosen Welle der Gewalt in kriegerischen Auseinandersetzungen?

Wer sich hineinsteigert in solch Endzeitszenarien, in denen so gar kein Ausweg vorhanden zu sein scheint, der könnte wahrlich vor lauter Resignation verzweifeln. Andererseits bedeuten gerade all jene aufrechten Widerstandskämpfer im Sinne einer gerechteren, friedlicheren Welt Hoffnung auf vielen Ebenen. Sie sind es doch, die uns den Mut geben, nicht aufzuhören, an solche Zielsetzungen zu glauben, sie zu verinnerlichen.

Allerdings bedarf es dabei einer schier unendlichen Geduld, einer inneren Ruhe und Gelassenheit, eben weil die historischen Ereignisse sich stellenweise dramatisch überstürzen. Das hat sehr viel mit einer zunehmenden Erkenntnis derjenigen zu tun, die vorher eher keine Möglichkeiten hatten, an den Weltmärkten teilnehmen zu können. Als Folge des voranschreitenden Globalismus wuchsen auch bisherig unbekanntere Nischen zusammen, erschufen Wirtschaftsbündnisse neue Wege, auf die Märkte vorzudringen.

Jene Entwicklungen gingen aber oftmals viel zu rasant vonstatten, das Nachsehen hatten jeweils die Bevölkerungen in diesen Ländern, während einige wenige Clanführer oder Weltkonzerne sich die Gewinne teilten. Und erneut zeigt sich eine vollkommen verkehrte Politik, die eher den Vorgaben eines Wirtschaftsdiktats sich unterordnet, als die Menschen zu berücksichtigen. Wie sollte daraus etwas sozial Ausgewogenes fruchten, wenn stets einige Wenige an gewissen Schalthebeln bestimmen, inwieweit überhaupt reale Gerechtigkeit einsetzt? Sie wird schlicht und ergreifend mißachtet.

Wieviele Opfer braucht es denn noch, bis Menschheit endlich wirklich ein Umdenken real praktiziert? Die großen Organisationen, all die vielen Friedensbemühungen haben letztendlich nur punktuell die Not lindern können, mußten meist der Sprache der Militärs und Waffengewalt weichen, die sich zu oft dann durchsetzt, wenn Politik es nicht versteht, Mißstände im Kern zu entschärfen, vor allem die eigentlichen Ursachen zu beseitigen.

Dabei schließt sich der Kreis der Erkenntnis, daß eine generelle, weltweite Verteilung das Grundproblem darstellt. Solange auf der einen Seite ein paar sich fürstlichst bereichern, während die große Masse zu überleben versucht, viele gar erkranken oder an den ungerechten Folgen sterben, ändert sich nichts an den Verhältnissen.

„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (Mahatma Gandhi)

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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2 Antworten zu Globalismus setzt destruktiven Kurs fort

  1. rottweilistueberall schreibt:

    Ich sage mir immer – wissend, das ist Zweckoptimismus, um nicht zu verzweifeln – am Ende ist alles gut, und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.

    Gefällt 1 Person

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