Nicht ohne ihre Doktrin


Ja, wo laufen sie denn,
wo laufen sie denn hin?
Du stellst vielleicht Fragen,
hinter denen, die Fahnen tragen,
ihr Geist ist so einsam,
sie jedes Fähnchen vereinnahm‘,
mit sich selbst können sie nicht kommunizieren,
deshalb sie hinter einer Fahne hermarschieren.

Ja, wieso denn,
wieso denn nur?
Hab‘ ich doch eben erst gesagt,
keiner von denen wagt,
ohne einen Wegweiser, eine Doktrin,
zu eigenen Gedanken zu stehen, schlechthin,
sie meinen das Labyrinth des Lebens
könnte man damit umgehen, vergebens.

Ja, warum denn,
warum denn vergeblich?
Ganz einfach, sie laufen ständig im Kreis der Idiotie,
sozusagen gefangen im Käfig einer Ideologie,
die gibt jegliches Denken vor, heuchelt Loyalität,
die Folge, Unfähigkeit zur Liebe bis hin zu Brutalität,
je mehr die Einsamkeit des Geistes wird konsumiert
Sinne verkümmern, man sich im Doktrinwahn verliert.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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