Greta-Shitstorm reißt nicht ab


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Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0

Der lange mühsame Weg von FFF

Man fühlt sich schier zurückversetzt in Zeiten, wo die Grünen versuchten, politisch Fuß zu fassen, genauso ergeht es auch Fridays For Future, nur daß jene Jugendbewegung keinerlei Ambitionen hegt, sich parteipolitisch zu artikulieren. Darum geht es eben nicht. Dennoch fühlen sich gerade all diejenigen auf den Schlips getreten, die im besonderen Maße an der Klimakrise beteiligt sind.

Insofern gar kein Zufall, wenn sie entsprechend harsch reagieren, Evonik-Chef knöpft sich Greta Thunberg vor, empfindet sie als unverfroren. Ausgerechnet seitens der chemischen Industrie, die ohnehin einen wesentlichen Anteil hat an Umweltverschmutzung und -belastung, somit am Klimawandel. Wie heißt es so treffend: Angriff ist die beste Verteidigung. Genau, so lenkt man ab.

Chemische Industrie verweigerte sich stets

Hätten die Grünen und die Bürgerrechtsbewegung nicht gegen die chemische Industrie interveniert, bis heute würden noch so üble Produkte wie Xylamon in den Verkaufsregalen auf ihre Kunden warten, um diese nachhaltig zu vergiften.

Und dann stellt sich ein Christian Kullmann hin, um Greta Thurnberg vorzuwerfen, die Debatte würde größtenteils unsachlich geführt werden. Das Gegenteil trifft zu! Eine Sechzehnjährige wagt es ziemlich couragiert, der Welt dort draußen, die Politik und Wirtschaft an den Pranger zu stellen ob deren Untätigkeit, indem sie gerade die Wissenschaft zitiert, die jenes Nichthandeln angemahnt hat. Was soll daran verkehrt sein?

Nachhaltig leben überhaupt nicht einfach

Das betonte Greta Thunberg direkt bei ihrer Ankunft in Lissabon, sie fände ihre Reise absurd, weil es solle ja nicht jeder so reisen wie sie, aber ihre Botschaft an die Welt bedeute, es müsse sich etwas ändern, um nachhaltig leben zu können. Man stelle sich vor, die Menschen würden per Segelboot zu den USA fahren. Dann wird es klarer, wie absurd eine solche Reise zu schaffen ist.

Umso interessanter jener unerträgliche Shitstorm gegen die jugendliche Greta Thunberg. Das alles nur, weil sie eindringlich vor einem „Business as usual“ gewarnt hat, wer sich erinnern mag, im September dieses Jahres vor der UNO. Man darf davon ausgehen, daß sie jetzt in Madrid ebenso vehement auftreten wird, ihre Standpunkte verdeutlicht. Die Wut der Kinder und Jugend nutzt sie geschickt, um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen. Der reflexartige Gegenwind bedeutet letztlich eine Bestätigung, daß FFF exakt auf dem richtigen Weg sich befindet. Weiter so!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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