Klima – Reizwort für manch finstere Gestalten


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Alles belassen, bloß nichts ändern

Typisch konservatives Verhalten, am besten nichts verändern, es könnte ja zu anderen Erkenntnissen führen, die völlig ungewollt den eigenen langweiligen Alltag durcheinanderwirbeln. Kommt Ihnen etwa bekannt vor? Das Wesen solch Verunsicherter beruht nur darauf, möglichst im gleichen Trott das eigene Dasein zu gestalten, letztlich jeder Veränderung skeptisch entgegenzutreten.

Wetter gab es schon immer für all jene, die den Blick nach draußen werfen oder gar sich in die Landschaft wagen, um sich dem meteorologischen Geschehen auszusetzen. Schon wird etwas entscheidendes nicht verstanden, der Unterschied zwischen Wetter und Klima. Wer sich verweigert, weil so herrlich simpel, trotzt genauso idiotisch wie Humpty-Trumpty mit den bekannten Folgen, eben einfach dem Pariser Abkommen den Rücken zu kehren.

Oder man macht sich regelrecht lächerlich mit dem kläglichen Versuch, gescheit rüber zu kommen wie Olaf Gersemann, mit dem „Klimanotstand“ wird Panik zum Politik-Prinzip Als ob jene Panik an den Haaren herbeigezogen sei. Das Gegenteil trifft wohl eher zu, aber es ist herrlich schick, auf der Welle der Entrüstung zu reiten, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Denkste, Olaf, es ist tatsächlich so, den Klimawandel kannst auch du nicht wegschreiben!

Die Klimakrise bleibt bestehen

Auf der Insel bemüht sich ein Gleichgesinnter von jenem Dieter Nuhr, der Ex-„Top Gear“-Moderator Jeremy Clarkson, zumindest ein TV-Hase, der gleichwohl meint, er müsse Greta an den Karren pinkeln, sie habe die Autoshow getötet. Hat sie tatsächlich? Mitnichten. Aber das interessiert kaum, Hauptsache herumnölen.

Klimakrise in der Tat ein Reizwort. Warum nur? Ganz einfach, weil Mensch sich eingestehen muß, wie hochgradig bedenkenlos er Mutter Erde nonchalant behandelt, nötigt, zerstört, viel Leid in Kauf nimmt, alles nur, um sich selbst zu bereichern. Ewiglichen Profit ihn dazu bewegt, die Augen vor jener Zerstörungsgewalt zu verschließen. Wider jeglicher Vernunft.

Da interessieren all die vielen mahnenden Stimmen der Wissenschaft nicht, dann lieber diffamieren, ignorieren, ins Lächerliche ziehen, Haß säen oder gar behaupten, Klimastreikende wie FFF seien blauäugig, naiv und dumm. Nur weil Politik viel zu träge bis gar nicht effektiv auf dringend notwendige Veränderungen reagiert, heißt es noch längst nicht, es sei mit jenen kleinen Klimaschutzmaßnahmen getan. Das ist eher kontraproduktiv und zeigt mal wieder, wie arrogant politisch Verantwortliche ihren Job mißachten.

Man kann sie nicht einfach wegdenken, die Klimakrise, sie bleibt bestehen, belastet uns erheblich, bis hin zu ihren gefährlichen Folgen, die dann kaum noch bis gar nicht abwendbar sein werden. Eine Politik, die das heute verdrängt, muß sich morgen fragen lassen, ob sie nicht gänzlich versagt hat.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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