Dieser Deal bringt Johnson viel


Brexit first, whatever?!

Politik hat manchmal völlig simple Antworten parat, besonders erstaunlich dabei, daß sich immer noch genügend Wahlvolk einfindet, welches nonchalant jeden Bären annimmt, dem man ihm aufbindet. Das spielt sich im täglichen Leben genauso ab wie in der Politik, obwohl gerade die stets sehr scharf beobachtet wird, Medien ihr ständig auf den Fersen sind ob irgendwelcher Mißgeschicke oder fataler Fehler.

Der harte Brexit als fantastischer Deal kurz vor den Wahlen in Großbritannien, die am 12. Dezember schon stattfinden sollen? Es schaut sehr danach aus, zumal Boris Johnson alles dran setzen wird, seine Macht wieder auszubauen, mit „Get Brexit done“ und dem Versprechen, niedrigere Einkommensschichten müssen keine Sozialabgaben mehr zahlen, möchte er punkten, obwohl die Labour Party mit Jeremy Corbyn ein wesentlich höheres Ausgabenprogramm für soziale Nöte anbietet. Der Blender Johnson am Ende doch mehr gefragt?

Die soziale Not ist heftig in Great Britain

Vier Millionen von Armut betroffene Kinder in Großbritannien zeugen nicht gerade von einer weitsichtigen Politik, zumal eine derart hohe Zahl auf etliche Versäumnisse in den letzten Jahren hindeutet. Das wischt niemand einfach mal weg, dennoch unternimmt die derzeitige Regierung fast nichts.

Bildung, Job und Wohnung geraten ins Hintertreffen, „Reiches Land – Arme Kinder“, die kurze Dokumentation in Arte verdeutlicht die Problematik. Jene Kinderarmut kann man leider in ganz Europa beobachten, weltweit betrachtet mal ganz abgesehen. Doch was bedeutet jene Entwicklung letztlich? Eine Politik des Wegschauens, eine Gesellschaft, die sich zu wenig kümmert, dann darf man sich auch nicht wundern, wenn die Kriminalitätsraten stellenweise steigen, Unmut sich breit macht.

Mit dem Brexit folgen eben keine Chancen

Wie soll das Vereinigte Königreich mit jener Bürde zurechtkommen? Abgekoppelt von der EU, keine Arbeitskräfte mehr aus deren Ländern, weniger direkte Investitionen aus dem Ausland, der Handel mit Dienstleistungen wird rückläufig sein, ebenso stagniert der Güterhandel .

Toll für all jene, die generell etwas gegen Einwanderung haben, die könnte man besser begrenzen, Sozialleistungen ließen sich an EU-Einwanderern einsparen, der Weg zu anderen Freihandelsabkommen wäre frei, Trump machte bereits Andeutungen. Welch Trugschlüsse, jene scheinbaren Vorteile. Unterm Strich sinkt der Lebensstandard bei allen Einkommensschichten. Und dann stellt sich jener Boris Johnson hin und tönt herum, er würde es machen. Wer’s glaubt?!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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