Neue Kassenzettel und bargeldlose Zahlung


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Was reitet hier wohl die verantwortliche Politik?

In etwa Ängste, das Volk könne den eigentlichen Kurs durchschauen, um die Menschen tunlichst auf Abstand zu halten, sie in Sicherheit wiegen, der Staat mache das schon für sie, überhaupt sei ein sorgloses Leben keineswegs nur ein Wunschkonzert, vielmehr umsetzbar? Mag sein, aber auf wessen Kosten wohl? Dreimal dürfen sie raten, genau, wie stets schaut der Pflichtbewußte in die Röhre, während manch kriminelle Energie sich auszahlt.

Völlig zu Recht fürchten Bäcker fünf Milliarden neue Kassenzettel, die per Bonpflicht offiziell ab 01. Januar 2020 gelten sollen. Eine Übergangsfrist bis 30. September wurde inzwischen seitens des Bundesfinanzministeriums eingeräumt. Umweltschutz scheint keine Option zu sein, nicht weiter verwunderlich mit Blick gen Klimaschutz, der ebenso dürftig behandelt wird.

Keine kleinen Brötchen mehr backen

Industriebäcker haben ohnehin alle jene Betriebe vom Markt gedrängt, die sich noch redlich bemühten, qualitative Brötchen und Brote zu backen. Mit Blick zu jener Industrieware könnte man ohnehin aus der Haut fahren, was dabei den Kunden zugemutet wird. Hier hatten wir uns mal über jene Mißstände ausgelassen.

Dennoch kann man ohne weiteres den Unmut der Bäckereibetriebe und den Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks nachvollziehen, die Umrüstung schafft viele Probleme, belastet erwartungsgemäß die Umwelt. Das alles nur, weil der Fiskus meint, er könne auf diese Weise ein Auge drauf werfen. Kriminelle Energie läßt sich allerdings nicht lumpen, das weiß jeder, der sich ausführlicher mit dem Thema befaßt. Nur die Politik meint, sie müsse rasch handeln.

Kein Bargeld mehr in absehbarer Zeit?

Wie dies vonstatten gehen könnte, läßt sich in Schweden beobachten, ausgerechnet dem Land, welches als erstes in Europa im Jahr 1661 Banknoten druckte. Absicht oder Zufall? Weder noch, Schweden fast ohne Bargeld, wenn das WC-Geld nur noch per App bezahlt wird. Ein gutes Omen oder eher nicht?

Die Menschen vor Ort befürworten eher die bargeldlose Zahlung, die Banken im Land sind aber skeptisch. Kein Wunder, denn sehr wohl fraglich, weil die Zahl der täglichen Hackerangriffe und Betrugsversuche im Online-Zahlungsverkehr oder auf Onlinekonten ebenfalls in die Millionen geht, Tendenz steigend. Ganz zu schweigen vom Szenario eines kompletten Stromausfalls.

Die Frage, ob Bargeld die Schwarzarbeit eher fördert, ist hinfällig, denn Einnahmen entgehen dem Staat auch anderweitig. Das eigentliche Problem in weiten Teilen der deutschen Wirtschaft ist nicht die Schwarzarbeit, sondern daß ganz legal Mindestlöhne ausgehebelt werden wie z.B. durch Subunternehmer-Konstrukte. Diese Unternehmen sitzen meist im Ausland, wo sie keine Abgaben an den deutschen Staat abzuführen haben.

Wie gut, daß ein Großteil der Bevölkerung sich noch zum Bargeld bekennt. Es käme auf einen Versuch an, Brötchen nur überall dort zu kaufen, wo keine Quittung mehr erfolgt. Der Konsument hätte schon Möglichkeiten des Widerstandes, nur ob dies auch geschieht, darf eher bezweifelt werden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Wirtschaft/Finanzen

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