Kaum eine Chance auf Ende atomarer Bedrohung


Gorbatschows Warnung verhallt eher ungehört

Am 09. November gedenken viele Menschen besonders hierzulande dem Mauerfall vor 30 Jahren, wobei Michail Gorbatschow eine nicht unwesentliche Rolle spielte, die übertriebene Belobigung über Helmut Kohl als unverhältnismäßig bezeichnet werden kann.

Mit ein Anlaß für den inzwischen 88-jährigen ehemaligen sowjetischen Staatschef, vor einer „kolossalen“ Gefahr zu warnen, „alle Nationen, alle, sollten erklären, daß nukleare Waffen zerstört werden müssen“, wenige Wochen zuvor habe Wladimir Putin die USA aufgefordert, schnellstmöglich Gespräche über eine Verlängerung des New-Start-Vertrags zur Begrenzung strategischer Atomwaffen zu führen.

Mit The Donald bewegt sich nichts

Erst recht nicht, weil dieser viel zu beschäftigt damit ist, das bevorstehende Impeachment-Verfahren abzuwehren, obendrein vor Inkompetenz in vielen Bereichen ohnehin glänzt, denken wir an den jüngsten Fauxpas, wo er tatsächlich an Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom twitterte, dieser möge sich zusammenreißen, er habe „furchtbare Arbeit bei der Waldbewirtschaftung“ geleistet.

Keine gute Voraussetzung für die wichtige Thematik einer atomaren Abrüstung. Hatten wir noch Hoffnung, daß evenetuell dieses leidige Problem wenigstens mittels INF-Vertrag in richtige Bahnen verläuft, machte Trump vieles zunichte, die internationale Sicherheitsheitsarchitektur ist somit erst recht gefährdet. Von einem UN-Atomwaffenverbot kann daher gar keine Rede mehr sein.

Die weltpolitische Lage alles andere als entspannt

Zu viele Krisen und Kriege bahnen sich an, schaut man zum Nahen und Mittleren Osten, dem neuen Kalten Krieg zwischen den USA und Russland, nach Nordkorea, nach wie vor zur Ukraine, nach Afrika und zum Handelskrieg mit China.

Insofern hat Michail Gorbatschow unbedingt Recht, selbst wenn besonders fanatische „Putin-Versteher“ diesen eher belächeln. Welch Armutszeugnis. Man sollte den aalglatten russischen Präsidenten nicht loben, dafür herrscht im größten Land der Erde eine viel zu hohe Armut, zeugt die Einschränkung der russischen Internetregulierung für genügend Zündstoff, egal wie dies gerechtfertigt wird. Die Menschen vor Ort fühlen sich natürlich benachteiligt, das schafft eher Unfrieden im Volk.

Alles ganz schlechte Prognosen, die atomare Bedrohung abzubauen. Dazu bedarf es wesentlich besonnenere politische Persönlichkeiten als ausgerechnet jenen Trump oder Putin, einen cholerischen Narzißten und einen superreichen Ex-KGB-Mann.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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