Wenn der Vize dem Mohring in den Rücken fällt


Hat sich dann die CDU am Ende selbst abgewählt?

Eines sollte man tunlichst unterscheiden, Bundespolitiker haben sich eben nicht in Landespolitik einzumischen, wie das jüngst Friedrich Merz für welche Zwecke auch immer tat, der CDU im freien Fall eher verhalf, statt sie aufzufangen. Damit hat der BlackRock-Mann bereits genügend Erfahrung in der Vergangenheit hinsichtlich seines Verhaltens Angela Merkel gegenüber.

Mike Mohrings Vize, Michael Heym, erklärt tatsächlich, wie ein Bündnis mit der AfD aussehen könnte, legt wert darauf zu betonen, man könne doch die fast 25 Prozent Wähler nicht ignorieren, immerhin sei in seinen Augen die Partei „konservativ“, um gleichzeitig keineswegs zu beantworten, wie eine Zusammenarbeit mit dem Nazi Björn Höcke möglich sein würde.

Mohrings Nein wird einfach ignoriert – Ramelow bestimmt den Kurs

Machtspielchen und eine nicht minder günstige Vorgehensweise, die da Mohrings Vize an den Tag legt, obendrein brandgefährlich angesichts der Tatsache, daß wir es bei der AfD mit Rechtsradikalen zu tun haben, ob manche dies schönreden wollen oder nicht. Bei Lanz betonte der Vorsitzende der Thüringer CDU-Fraktion noch seine deutliche Haltung, eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht zuzulassen, mit der Linken könne man ohne weiteres reden, mehr sei da nicht.

Dies scheint Michael Heym egal zu sein, Hauptsache regieren, selbst mit Nazis. Doch die CDU ist mitnichten in der Lage, den weiteren Regierungskurs zu bestimmen, das obliegt dem Wahlsieger und somit Bodo Ramelow.

Faschisten kurz vor der Machtergreifung?

Und das mitten in Europa, ausgerechnet in dem Land, welches hauptsächlich den Zweiten Weltkrieg zu verantworten hat mit rund 60 Millionen Toten, Nazi-Deutschland 2.0 folgt auf dem Fuße keine hundert Jahre später? Das wäre der Untergang Europas, der Demokratie und somit durch nichts zu rechtfertigen!

Einserseits bescheinigt die deutsche Gerichtsbarkeit, Herrn Höcke als Nazi und Faschist bezeichnen zu dürfen, das gilt längst für jene blaue AfD, braun sei eine NPD, blau adelt die neuen Nazis, um die Farbe dahingehend zu interpretieren. Mit Blick zur asozial neoliberalen Ausrichtung paßt eine derartige Einstellung, auch wer sich fragt, woher wohl die vielen Gelder kommen, um jene rechtsradikale Partei zu finanzieren.

Andererseits tappt die deutsche Justiz im nebulösem Dunst des NSU, verschleiert und gewährt, während andere Seilschaften höchstwahrscheinlich längst in den Startlöchern stehen, um bei Gelegenheit einen Umsturz zu initiieren. Die sich auflösende politische Mitte ist genauso gefragt wie all jene, die viel zu unschlüssig hadern, schweigen und dulden, bevor die Neue Rechte letztendlich regieren darf. Ein Weg in die richtige Richtung offenbarte sich kürzlich in Dresden, wo vom Stadtradt mehrheitlich ein „Nazinotstand“ ausgerufen wurde.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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