Laut Tui Fliegen eher hui statt pfui


Tui-Vorstandsvorsitzender Friedrich Joussen widerspricht FFF

Während die Politik ohnehin eher verharrt, statt effektive Taten folgen zu lassen, in den Medien FFF viel beachtet kommentiert wurde, gleichwohl in den Social Media ein großer Shitstorm gen Greta Thunberg längst an der Tagesordnung ist, bezieht Tui-Chef Stellung in Flugscham-Debatte, das „sei doch gutmenschenverkopft“.

Gute Menschen tun gutes, schlechte schlechtes, oder? Alles weitere führt zu nichts, außer daß eine derartige Diffamierung sich letztlich selbst entlarvt. Wer verächtlich mit dem Finger auf Menschen zeigt, muß damit rechnen, daß er selbst kritisch durchleuchtet wird. Wie immer wird sich billigst herausgeredet, auch wenn Herr Friedrich Joussen China zitiert. Natürlich schadet bekanntlich die VR China die Umwelt erheblich, dennoch kein Grund, eigene Verfehlungen schön zu reden.

Von Einsicht nicht die geringste Spur

Die Technik sei nicht so weit, man müsse viel mehr auf Öl und Gas setzen, überhaupt zeigen Statistiken, daß das Reisen per Flieger nur unwesentlich als Klimakiller beteiligt sei. Damit nicht genug, setzt der Tui-Chef einen drauf, um anzumahnen, man könne weltweit noch in andere Gegenden verreisen, alles sei besser, wenn Touristen kämen. Das glatte Gegenteil trifft zu, weil vor allem Massentourismus erheblich die Umwelt belastet, was obendrein das Klima schädigt.

Greta hatte somit völlig Recht mit ihrer Anmahnung des „business as usual“, wir erleben es auf dem Fuße, jetzt mit Uneinsichtigkeit durch Friedrich Joussen, der obendrein mit solch unsäglichen Formulierungen aufwartet. Dessen Behauptung, FFF würde sich nur aufs Fliegen und Verreisen versteifen, stimmt letztlich nicht. Vielleicht hat der Tui-Chef einfach zu ungenau die berechtigte Jugendbewegung beobachtet, oder erhält auch gewisse Schützenhilfe durch die AfD, die jetzt den Vogel abschießt, indem sie Politik zum Klimaschutz in Deutschland komplett stoppen will.

Wöchentliche Streiks bleiben bis hin zum nächsten Global Day of Climate Action

Der bekanntlich am Freitag, dem 29. November stattfinden wird, zum vierten Mal. Wie der Name schon sagt, weltweit und somit auch in hunderten Städten hierzulande. Das ganze wird auch von Extinction Rebellion unterstützt.

Darf man das Jutta-Ditfurth-Interview zur XR als zielführend oder hilfreich bezeichnen? Jede konstruktive Kritik sei Willkommen. Ob XR sich tatsächlich von den beiden genannten Gründern, Roger Hallam und Gail Bradbrook, dermaßen bestimmen lassen, bleibt mal dahingestellt. Sollten sich ihre Schilderungen bestätigen, täten die Aktivisten der Bewegung gut daran, genau das zu klären, weil sektenähnliche Strukturen eher schädlich sind.

Im Namen der Esoterik wird bekanntlich gern viel Schindluder besonders in rechtsradikalen Kreisen betrieben. Insofern sei äußerste Wachsamkeit geboten. Lassen wir uns nicht durch solch radikalen Kräfte instrumentalisieren, schön, daß FFF seinen Weg konsequent findet.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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