RWE-Chef Rolf Martin Schmitz duckt sich weg


https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/36/Dr._Rolf_Martin_Schmitz.jpg/480px-Dr._Rolf_Martin_Schmitz.jpg

Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0

Wer Ökostrom will, sollte nicht den Hambi opfern

Die Steigerung von billigen Argumenten sind reflexartige Angriffe gen Zukunftsängste ausgerechnet an diejenigen, die ohnehin sich ziemlich schwer tun mit Erneuerungen im Alltagsleben, insbesondere Konservative. Das erlebt man tagtäglich im politischen Diskurs gerade mit entsprechenden Parteien. Braucht man nicht mehr, erst recht nicht wegen des Klimastreiks.

Doch solches veranstaltet RWE-Chef Rolf Martin Schmitz, er hoffe, Greta-Fans akzeptieren später ein Windrad hinterm Garten. Welch mutmaßliche Unterstellung! Als ob ausgerechnet Klimastreikende energiebewußtes Handeln verpönen würden. Das Gegenteil trifft viel eher zu, was natürlich gerade der RWE-Konzern seit Jahren beim Hambacher Forst erleben darf, der dortige Widerstand gegen den unsäglichen Kohle-Abbau spricht Bände.

Wenn die Bundespolitik versagt, fordert ausgerechnet RWE

Da darf man sich schon verwundert die Augen reiben. Zumal gerade die verantwortliche Politik gern den Energiekonzern stets schützt, ihm hilfreich zur Seite stand, gleichwohl mit gerüsteter Ordnungsmacht, wenn im Hambacher Forst Baumfreunde sich auflehnten. Hauptsache man ebnet der RWE den Weg zum weiteren Abbau von Kohle. Welch doppelzüngiges Wortkonstrukt im wahrsten Sinn des Wortes.

Der Vorstandschef macht sich stark für all jene, die Genehmigungen für Windräder fordern. Die Bundespolitik ginge nicht weitsichtig genug vor. Recht hat er natürlich, selbst wenn der Energiekonzern in erster Linie davon profitieren will, schließlich setzt er längst auf Ökostrom, was sich auch auf der Börse bemerkbar macht.

Größter Braunkohlenutznießer und Ökostrom – wie verträgt sich das?

Offensichtlich ganz gut. Großkonzerne tanzen sowieso gern auf zwei Hochzeiten, das dürfte längst bekannt sein, die chemische Industrie praktiziert das ebenso völlig ungeniert. Warum sollte ein Energiekonzern zögerlich agieren? Wenn es um profitable Geschäftspraktiken geht, dienen Mittel zum Selbstzweck.

Gerade der Energieversorgungskonzern RWE hat sich in den letzten Jahren besonders stark gemacht beim Braunkohleabbau, hält an seinem Rahmenbetriebsplan fest, wie Querdenkende vor knapp zwei Jahren berichtet hatte. Insofern darf man Schmitz’ Äußerungen durchaus als Ablenkung oder Augenauswischerei betrachten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

Dieser Beitrag wurde unter Quergedachtes abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.