Ukraine-Affäre entlarvt Trump


Wenn „der Pate“ sich bemüht

Die Vergleiche, die in den Medien vielfach stattfinden, kann man nicht oft genug bestätigen. Dieser 45. US-Präsident gebärdet sich in der Tat wie „der Pate“ in Francis Ford Coppolas The Godfather aus dem Jahr 1972, in dem Marlon Brando in der Rolle des Don Vito Corleone so eindrucksvoll glänzte.

The Donald hat weder Charisma noch wirklich schauspielerische Fähigkeiten, aber suhlt sich gerne in der Rolle des Bad Boy mit seinen täglichen Twitter-Gewittern. Mit der völlig berechtigt ans Tageslicht gezerrten Ukraine-Affäre würde nunmehr eine „Hexenjagd“ gegen ihn stattfinden, spricht Trump von „Landesverrat“ und „bürgerkriegsähnlichen Bruch“.

Amtsenthebungsverfahren ist überfällig

Bereits vor rund zweieinhalb Jahren berichtete Querdenkende über jene Möglichkeit, die schon damals im Raume stand, nur nicht genügend Widersacher sich einfanden. Jetzt haben die Demokraten pünktlich zum bevorstehenden Wahlkampf das Amtsenthebungsverfahren anvisiert, dennoch betont Zeit Online, die Entscheidung über eine tatsächliche Amtsenthebung träfe der Senat, die Republikaner die Mehrheit haben, die Aussicht auf Erfolg sei eher gering.

Was braucht es denn noch an Auffälligkeiten, die jener Narzißt sich bisher geleistet hat, zumal dessen Berater obendrein mehrfach versucht hatten, Trumps Vorgehen zu verhindern? Fehlanzeige, dessen cholerisch-unüberlegte Art wird ihm nunmehr zum Verhängnis, da hilft weder zurückrudern noch nützen reflexartige, mafiöse Drohgebärden.

Trump unterschätzt Whistleblower

Was keinesfalls wirklich verwundern kann, wer dermaßen ungeschickt sich gibt. Die Anonymität schützt Whistleblower vor Strafe, gleichwohl letztlich in den USA, selbst wenn ausgerechnet Barack Obama es war, der ein staatliches Vorgehen gegen Whistleblower verschärft hatte, Edward Snowden genau deshalb immer noch im russischen Exil sein Dasein fristet.

Kein Wunder, daß die Anonymität des Ukraine-Whistleblowers inzwischen aufgedeckt werden soll, die „New York Times“ veröffentlichte bedauerlicherweise bereits erste Details über dessen Identität. Kein gutes Zeichen, obendrein bestens fürs Trump-Lager geeignet, diesem dadurch Vorteile zu verschaffen. Inzwischen soll der „Enttarnte“ unter Polizeischutz stehen, laut dem TV-Sender CBS.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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