Radikalisierung des Klimastreiks ziemlich fragwürdig


Wenn Ungeduld im Spiel

Die Gegner von FFF werden sich bereits die Hände reiben, falls gewisse Kräfte innerhalb der Klimastreikenden unterwandert von Hardlinern, die lieber vehement durchgreifen möchten, wobei beklebte Autos und blockierte Straßen lediglich ein Beginn wären, die Frage auftaucht, wie radikal der Klimaprotest somit ist.

Angesichts der dürftigen Reaktion seitens der GroKo, deren Klimaschutzpaket alles andere als wirkungsvoll bezeichnet werden darf, kann man Ungeduld seitens der Klimaprotestierenden ohne weiteres nachvollziehen. Dennoch sollte die noch junge Bewegung tunlichst darauf achten, daß keine Unterwanderung stattfindet, die jüngsten Pariser Ausschreitungen ein Negativbeispiel darstellen. Der Versuch der Gelbwesten, vom Klimastreik zu partizipieren, taugt letztlich nichts!

Kampf fürs Klima eine Gratwanderung

Wann endet eine Diskussion, beginnt Gewalt positive Ansätze zunichte zu machen? Weil verantwortlich Regierende versagen, sie zeigen dies bereits seit Jahrzehnten, wächst der berechtigte Unmut, hat sich durch Greta Thunbergs beherzte Aktionen weltweit vieles bewegt. Natürlich kann es zunächst keine einheitliche Position geben angesichts etlicher, die überall versuchen, mitzumischen.

Dennoch darf Gewalt keine Option sein, weil sie nicht zielführend eine Änderung bedeutet. Andererseits keimt genug Wut auf, daß eben die Gegner von FFF mit drastischer Ignoranz und gar Haßparolen zu kontern versuchen bis hin zu Mordandrohungen gen Greta Thunberg. Keineswegs zufällig nutzt die Neue Rechte den „Greta-Effekt“, um ihre Paraolen unters Volk zu streuen, nutzt verblödete Dekadenz zusammen mit Unwissen, um ihre eigenen Ziele zu erreichen, ein autokratisches System, welches am Ende jede Demokratie zerschlagen will.

Radikale Linke und die Neue Rechte Hand in Hand an einem Strang?

Verwundert könnte man die Augen reiben angesichts einer derartigen Fragestellung. Dennoch nicht unbedingt so abwegig, wer mal einen Blick gen Querfront wirft. Auch dort hatte sich manches ergeben, was man durchaus hinterfragen muß, Extremismus somit Nährboden für weitverbreitete Verunsicherung bedeutet.

Politisches Ausschlachten gehört somit zum tragischen Geschäft, wird obendrein ausgenutzt für jeweilige Interessen. Insofern gilt genaues Hinschauen, eine notwendige Differenzierung, will die Bewegung der Klimastreikenden nicht als radikal gelten. Hart in der Sache diskutieren, anmahnen, wo immer möglich, aber stets mit friedlichen Mitteln.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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