Gletscherschmelze keine natürliche Klimafolge


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Ergebnis menschlicher Ignoranz

Während Greta Thunberg beim Klimagipfel betonte, die Klimakrise sei nicht lösbar mit „business as usual“, leidet unser Globus an den Folgen menschlicher Mißachtung. Die Gier um möglichst hohe Gewinne hat dies stets verursacht, wobei die Menschheit selbst sich nach allen wirtschaftlichen Entwicklungen richtet, obwohl seit den 1980iger Jahren ein stetig wachsendes Umweltbewußtsein entstand.

So schmelzen auch weltweit die Gletscher gleich zu Beginn der zunehmenden Industrialisierung seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts. Aber auch der Rückgang des Eises in den Polargebieten sowie des Schelfleises muß festgestellt werden.

Verödung der Landschaft, Trinkwasserknappheit trotz Überschwemmungen

Das Schmelzen der Gletscher bewirkt eine verödete und trockene Landschaft, die zurückbleibt, viele Pflanzen- und Tierarten verschwinden. Gleichzeitig wird die Schneegrenze erheblich steigen, in den nächsten 30 bis 50 Jahren wird sie bis zu 300 Meter höher liegen. Kein Winter wird das Schwinden der Gletscher beeinflussen können. Mit dem Verlust der Gletscher geht auch ein riesiges Trinkwasserreservoir unwiderruflich verloren, was dann zu einer erheblichen Wasserknappheit führt.

Doch auch die großen Flüsse selbst werden in Mitleidenschaft gezogen, sind sie doch abhängig auf das Gletscherwasser in den warmen Jahreszeiten. So werden der Rhein, die Donau, der Ganges, der Indus sowie der Mekong und viele andere Flüsse und Bäche davon betroffen sein. Unter Wasserknappheit haben laut Befürchtung der Vereinten Nationen 5,4 Milliarden Menschen bis zum Jahre 2031 zu leiden, somit weit über die Hälfte der Menschheit selbst.

Wo es dort an Wasser fehlt, steigt z.B. der Wasserspiegel andererseits in den Schmelzwasserseen des Himalayas. Halten die dortigen Dämme dem enormen Druck nicht mehr, brechen sie und mehrere Millionen Kubikmeter Wasser überschwemmen die Täler, Menschen und Tiere werden massiv bedroht, wobei die sich ausbreitenden Flutwellen bis nach Indien, Nepal, Bangladesh und Bhutan vordringen, die Landwirtschaft nachhaltig unter sich begraben und somit die Lebensgrundlage zerstören.

Jedoch belastet uns die Gletscherschmelze auch mit einem anderen Problem. Hatten wir endlich die hochgiftigen Pflanzenschutzmittel DDT sowie die Chlorverbindung PCB der 1970iger erfolgreich fast verbannt, die Produktion wurde erheblich gesenkt, hat dennoch das Gletschereis genau diese toxischen Cocktails aufgenommen und zunächst gefroren konserviert. Nunmehr können sie sich wieder freisetzen und belasten erheblich die Flüsse und Seen, wobei Winde diese Gifte bis zu den Polarregionen befördern.

Erdbebentätigkeit und Klimaveränderung durch Gletscherschmelze

Wissenschaftler um Andrea Hampel aus Bochum, Münster und Durham (UK) berichteten über Erdbeben durch schmelzendes Eis. Beim Abschmelzen des Inlandeises, wie beispielsweise von Grönland, muß daher mit erhöhter Erdbebentätigkeit gerechnet werden.

Ein Gletscher im Mont-Blanc-Massiv droht abzustürzen. Immer wieder kramen besonders Schlaue die Argumentation hervor, Mensch sei völlig unbeteiligt am Klimawandel, wobei gnadenlos stur menschliche Ignoranz einfach mal so ausgeblendet wird. Das Fatale daran: Die Folgen drastisch und vor allem schlagartiger Klimaveränderungen sind in voller Gänze noch gar nicht absehbar. Und schon beginnen manche Zeitgenossen das ewig simple Spiel der Verharmlosung bis hin zur Ignoranz.

Die weltweit zu stark stattfindende Gletscherschmelze ist das Ergebnis einer viel zu rasch fortschreitenden globalen Erwärmung. Die Menschheit täte gut daran, ihren unbedarften Expansionstrieb zu zügeln, schleunigst umzudenken und vor allem Taten folgen zu lassen, bevor es zu spät ist.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Klima/Wetter

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