Mister America First lobpreist Patriotismus


Nationalismus taugt nichts

Im Grunde genommen weiß die Weltgemeinschaft nur zu genau, mit wem sie es zu tun hat, wenn der „blonde Dolle“ auftaucht. Dessen ungehobelte, nahezu einkalkuliert unverschämte Art hinterläßt stets eine Schneise des Unbehagens, die USA konnten sich keinen unwürdigeren Vertreter ihrer Nation zum Präsidenten wählen. Doch mehrheitlich geschah dies.

Jetzt haben sie ihn auch gefälligst zu ertragen, Anfang November nächsten Jahres bietet sich ihnen die Gelegenheit, ihn abzuwählen. Doch zuvor tönt Donald Trump, „die Zukunft gehört den Patrioten.“ Als ob wir alle nur darauf gewartet hätten, erneut den „nationalen Mist“ vor allem des letzten Jahrhunderts zu wiederholen, der genau deshalb in gleich zwei Weltkriege mündete.

Nationalstaaterei braucht kein Mensch

Außer man favorisirt Mauern wie der 45. US-Präsident zwischen seinem Land und Mexiko. Doch damit löst man keine Flüchtlingsprobleme, lindert weder Not, noch ändert sich am Leid irgendetwas. Ganz im Gegenteil, gerade Nationalismus in trauter „Hochzeit“ mit jenem unsäglichen Patriotismus begünstigt den gefährlich menschenverachtenden Rassismus.

Seit Donald Trump hat jener Rassismus wieder einen größeren Stellenwert in den USA. Unter Barack Obama war die mächtigeste Wirtschaftsnation noch auf bestem Weg, diesen erfolgreich zu überwinden. Mit dem Kleingeist eines Donald Trumps wurde diese Entwicklung zunichte gemacht.

Höhere Militärausgaben sind ein Garant für mehr Unfrieden

Weil sie dem widersprechen, was die Friedensbewegung sich auf Plakate geschrieben hatte, Frieden schaffen ohne Waffen. Davon will The Donald nichts wissen, der ohnehin mit der Waffenlobby im eigenen Land gern kungelt. Ein jeder weiß, wie schnell eine gezückte Pistole sich verselbständigen kann im Streit.

Trumps Säbelrasseln gefährdet den Weltfrieden. Daß er den Krieg mit dem Iran noch nicht begonnen hat, bedeutet keineswegs beim Zögern dessen Schwäche. Es sollte bekannt sein, was ein solcher weltpolitisch bedeuten würde, angesichts der Tatsache, daß besonders China aber auch Russland nicht tatenlos zuschauen würden, wenn die USA den Iran angreifen. UN-Generalsekretär António Guterres hat durchaus berechtigt vor einem „großen Bruch“ der Welt gewarnt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Eine Antwort zu Mister America First lobpreist Patriotismus

  1. Arno von Rosen schreibt:

    Und wieder wurde bei einer seiner Reden Weltzeit verschwendet …

    Gefällt 2 Personen

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