Greta Thunberg: Zeugen einer massiven Zerstörung


Klimakrise nicht lösbar mit „business as usual“

Die Initiatorin steht am Pult der Uno, um beim Klimagipfel zugleich mit Tränen in den Augen den 60 Staats- und Regierungschefs zu verkünden: „Wir werden das euch nicht durchgehen lassen.“ Was bereits im Vorfeld überdeutlich sich abzeichnete, nimmt jetzt konkrete Formen an, Greta Thunberg teilt völlig berechtigt harsch aus, sie hätten ihre Träume gestohlen, es sei falsch, daß sie jetzt oben auf dem Podium sitze und fürs Klima kämpfe, wo sie doch eigentlich zur Schule gehen müßte.

Welch treffsicherer Konter gegen all diejenigen, die weiterhin die demonstrierenden Schüler von FFF als Schulschwänzer zu diffamieren versuchen. Anstatt jene Klimastreiks als das zu werten, was sie sind, ein durchaus ernstzunehmender Appell, kann Häme nur kontraproduktiv sein!

Die Technik sei vorhanden, würde aber nicht ein- und umgesetzt

Führt die 16-Jährige eindringlich aus, die Weltgemeinschaft erwarte in Zukunft von ihrer Generation, daß Milliarden Tonnen CO2 aus der Atmosphäre gefiltert werden, mit Technologien, die es bisherig nur unzureichend gebe, die vorhandene Klimakrise sei keinesfalls mit „business as usual“ zu lösen. Auch führt sie aus, „wir werden Ihnen das nie vergessen, wenn sie uns weiter betrügen, die Zukunft der Jugendlichen werde gefährdet.“

„Menschen leiden. Menschen sterben. Wir befinden uns am Anfang eines Massenaussterbens, und alles, woran Sie denken können, sind Geld und Märchen von ewigem Wachstum.“ Womit sie den Kern des Übels benennt. Es gibt schlichtweg kein ewiges Wachstum, selbst wenn sehr viele Ökonomen uns das weiterhin weismachen wollen!

UN-Generalsekretär Guterres betont, man könne nicht mit der Natur verhandeln

Gewonnen werden könne das Rennen gegen den Klimawandel, es wäre noch nicht zu spät, auch wenn die Zeit knapp sei, gibt UN-Generalsekretär António Guterres zu bedenken, seit dem 01. Januar 2017 im Amt.

Mit Nachdruck wurde auch eine Menschrechtsbeschwerde beim UN-Kinderrechtsausschuß sowie ans UN-Kinderhilfswerks Unicef von Thunberg und 15 anderen Jugendlichen aus zwölf unterschiedlichen Ländern eingereicht, die Bedrohung traditioneller Lebensweisen, den Tod von Nachbarn durch Umweltkatastrophen, Gesundheitsrisiken als auch psychische Belastungen wurden geltend gemacht. Ob jene Beschwerden fruchten, wird sich noch zeigen. Auf alle Fälle hat FFF mit Greta Thunberg an deren Spitze ein überdeutliches Zeichen gesetzt, welches die verantwortliche Politik jetzt endlich berücksichtigen sollte.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

 

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