Gewaltzunahme in der Gesellschaft


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Überall Zerfall und Zerstörungswut

Manchmal könnte ein Versehen ohne weiteres als pure Absicht interpretiert werden, wenn da nicht noch ein Restfunken an Hoffnung mitschwingen würde, in dem Gegenüber das Gute zu sehen. Jedoch im nächsten Moment folgt eindeutige Gewalt, die alles zunichte macht, jedwede positive Wende ins Abseits befördert. Es gilt, sein eigenes Leben zu schützen, bevor die Eskalation dieser aggressiven Welle in einen finalen Triumpf sich entlädt.

Kommt Ihnen das bekannt vor, zumindest falls nicht selbst erlebt, schon mal aus der Entfernung gesehen oder in Dokumentationen? Was veranlaßt Menschen, derart unkontrolliert auszurasten, um die ganze angestaute Wut beim Schwächeren heftigst auszulassen? Eine Gesellschaft muß sich deutlich hinterfragen, ob sie solche Zustände weiterhin dulden möchte und vor allem welche Ursachen ein Klima der Gewaltspirale fördern.

Endzeitstimmung allerorten

Denken wir zurück an Zeiten, wo der Unterlegene in eindeutiger Geste kapitulierte, der Sieger dann von ihm abließ. Heute schaut dies gänzlich anders aus, was besonders in bekannten Video-Aufnahmen derart brutaler Gewaltszenarien zu sehen ist, wenn noch auf die Opfer eingetreten wird, ob gen Rippen, Rücken oder gar Kopf, selbst bleibende Schäden bis hin zur Todesfolge in Kauf genommen werden. Da stockt dem mitfühlsamen Menschen der Atem angesichts solch brutaler Gewaltentladungen, man sich auch wundert, daß Zeugen nicht eingreifen oder wenigstens Hilfe herbeiholen!

Wo bleibt die Zivilcourage Kunstschaffender? Kann es an maßlosem Konsumrausch liegen, an einer Endzeitstimmung allerorten, besonders wenn kaum bis gar keine Perspektiven mehr vorhanden, weil nur noch ein Klima vorherrscht, wo Siegertypen sich durchsetzen, während der Verlierer sich gefälligst wegzuducken hat, man ihm gar unmißverständlich zu verstehen gibt, daß er gar keine Rechte geltend machen darf?

Zum Teufel mit Ethik und Moral – ein Indiz des Werteverfalls

Die Zeichen des Werteverfalls offenbaren sich im Alltag, in den Beziehungen, Familien, Schulen oder am Arbeitsplatz. Meist bestimmend setzt sich der Stärkere durch, diktiert den weiteren Verlauf. Auf der Strecke bleiben Verlierer, die Unterlegenen und somit ebenso all jene, die Mitgefühl und Nächstenliebe praktizieren. Zerstörung obsiegt, aber Aufbau und Entwicklung sich ausbremsen läßt, weil Gewalt dominiert?

Wie im Kleinen, so im Großen. Dürfen wir uns daher wundern, wenn gesellschaftlich ungelöste Gewalteskalationen den Alltag längst bestimmen, sie erst recht auf globaler Ebene stattfinden in kriegerischen Auseinandersetzungen trotz UN-Charta der Menschenrechte, Ethik, Moral, Religion und dem ureigenen Bedürfnis zur Nächstenliebe?

Wir sollten uns viel eher fragen, was da verkehrt lief, gerade in den letzten Jahrzehnten, wo wir doch auf gutem Wege waren, endlich den Humanismus zu verstehen. Wird dieser in etwa geopfert zugunsten des nackten Überlebens, weil selbst gewisse Staaten das Ziel verfolgen, eine weltweite Dominanz auszuüben?

„Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfähigen.“ (Isaac Asimov)

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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