Pariser Ausschreitungen kein gutes Beispiel


Klima-Streikende sollten differenzieren

Ganz besonders wichtig, weil der militante Block der Gelbwesten die Auseinandersetzung, Provokation per Gewalt herausfordert, was den friedlichen Protesten zum Klimastreik zuwider läuft, gar keine Option sein kann und darf.

Am Samstag gab es in Paris schwere Ausschreitungen und dutzende Festnahmen, Greenpeace und Youth for Climate forderten ihre Anhänger auf, nach Hause zu gehen. Eine richtige Entscheidung, weil nur so deren Glaubwürdigkeit gewährleistet bleibt.

Was in Paris begann, sollte nicht per Gewalt Schule machen

Das vor bald vier Jahren vereinbarte Übereinkommen von Paris (Accord de Paris) mit der eindeutigen Aufforderung, die menschengemachte globale Erwärmung auf deutlich unter 2° C gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen, hat ohnehin kaum noch eine Chance, umgesetzt zu werden angesichts der viel zu zögerlichen Haltung der weltweiten Regierungen.

Was in der französischen Hauptstadt begann, sollte erst recht nicht mit jenen gewaltsamen Ausschreitungen Schule machen, somit an anderen Orten in der Welt sich fortsetzen. Ganz im Gegenteil, es ist ein abschreckendes Beispiel für eine angestrebte Allianz jener Gelbwesten, die noch im Februar dieses Jahres uns in Erinnerung sind, inwieweit diese besonders von der Neuen Rechten instrumentalisiert werden. Das wäre ein fataler Weg, den es zu verhindern gilt!

Unterwanderung kann nicht zielführend sein

Somit muß haarscharf differenziert werden, bevor die verkehrten Teilnehmer mitmischen. Greta Thunberg und FFF werden tunlichst darauf achten, eine derartige Entwicklung zu unterbinden. Natürlich verbleibt eine gewisse Grauzone, die niemand real kontrollieren oder vermeiden kann. Gerade deshalb gilt ein genaues hinschauen verbunden mit einer deutlichen Absage zur Gewalt.

Während deutschlandweit hunderttauschende Menschen dem Klima-Streik am Freitag sich anschlossen, sollen es in Paris gerade mal 10.000 gewesen sein. Höchstwahrscheinlich auch wegen den anhaltenden Gelbwesten-Protesten.

Die deutsche Exportwirtschaft und Ökonomen scheinen den Ernst der Lage nicht verstanden zu haben, wenn sie vor einem deutschen Alleingang bei der Energiewende warnen. Völlig zu Recht wies Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann darauf hin, daß es schon nach zwölf sei statt fünf vor zwölf.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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