Guantánamo-Gefangenenlager Symbol für noch mehr Terror


Trumps sture Haltung verhindert mehr Entspannung

G.W. Bushs Entscheidung zum Gafangenenlager auf der Guantanamo Bay Naval Base, einem US-Marinestützpunkt der US-Navy, als Folge der Anschläge vom 11. September 2001 rächt sich längst, wie auch Ex-Präsident Barack Obama bekundet hatte: „Die Existenz von Guantánamo habe wahrscheinlich mehr Terroristen auf der Welt geschaffen, als jemals dort inhaftiert wurden.“

Das entspricht dem Wesen des Martyriums, was somit gleichwohl für den Islam gilt. Daher letztlich ein Willkommensgeschenk für jene fanatischen Ziele, ihren Glauben rechtfertigend in Verbindung von Terror in die Welt zu tragen, all das Leid in Kauf zu nehmen. Anstatt derartige Zusammenhänge zu akzeptieren, zieht es Donald Trump vor, stur am Gefangenenlager von Guantánamo festzuhalten trotz der enormen Kosten, jeder Häftling kostete im Jahr 2018 immerhin 13 Millionen Dollar.

Kein anderer Umgang mit den Gefangenen in Sicht

So echauffierte sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel über das Gefangenenlager, hatte einen anderen Umgang mit den Gefangenen gefordert, jene Institution dürfe auf Dauer so nicht existieren. Tut sie aber seitdem. Nach wie vor sind 40 potentiell für gefährliche Terroristen erklärte Männer inhaftiert von den ursprünglich 779 seit dem Jahre 2002.

Dabei verstößt jenes äußerst umstrittene Gefangenenlager gegen Völkerrecht! Die Einstufung der Gefangenen in sogenannte unlawful combatants, welches ungesetzlichen Kombattanten (Kämpfern) entspricht, sind mit Menschenrechten und dem Völkerrecht eben nicht vereinbar. Wenigstens hatte im Juni 2004 das Oberste Gericht der USA entschieden, daß den Gefangenen die Möglichkeit angeboten werden muß, ihren Freiheitsentzug überprüfen zu lassen. Das geschah wenigstens in 327 Fällen, der Rest steht aber noch aus.

Trumps Erlaß alles andere als hilfreich

Insofern bestätigte er seine im Wahlkampf bereits angekündigte Haltung zum Guantánamo-Gefangenenlager, die von Barack Obama angeordnete Schließung machte er rückgängig. Von einem derartigen US-Präsidenten war auch nichts anderes zu erwarten, Humanismus sucht man vergeblich bei ihm.

Trotz etlicher Folter, es gab auch manche Todesfälle durch Suizid, zieht es die US-Administration vor, Guantánamo aufrecht zu erhalten. Letztlich ein Symbol für noch mehr Terror. Seitdem haben sich noch mehr Terrorzellen weltweit gebildet, die sich nicht von jenem Haftlager davon abhalten lassen. Von Abschreckung kann daher so gar keine Rede sein, viel eher von der Erschaffung neuer Martyrer, ein Ansporn, den wir alle keineswegs gutheißen können.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Terror

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