Österreich zurück zur rechtsextremen Ausrichtung


Norbert Hofer in den Fußstapfen eines Heinz-Christian Strache

Der letztmalige Bundeskanzler Sebastian Kurz versucht per zweiten Anlauf, die Geschicke des kleinen Österreichs zu lenken mit dieser vorgezogenen 27. Nationalratswahl jetzt am 29. September, nachdem wegen der Ibiza-Affäre er am 18. Mai sie beschlossen und verkündet hatte.

Anstatt aus den unübersehbaren Mißständen zu lernen, bestätigt dieser junge Kanzleranwärter erneut sein rechtspopulistisches Einerlei. Was noch hierzulande ein NoGo darstellt, die Zusammenarbeit auf Regierungsebene mit einer rechtsextremen Partei wie der AfD, scheint im Nachbarland Österreich so gar keine Probleme zu machen. Norbert Hofer wird offiziell FPÖ-Chef, – gibt es da etwa auch einen inoffiziellen, sei als Frage mal in den Raum gestellt -, und dieser Herr Kurz frohlockt.

ÖVP legt in den Prognosen obendrein noch zu

Von den Machenschaften des Sebastian Kurz sowie der Ibiza-Affäre bleibt fast nichts übrig mit Blick zu den letzten Prognosen vor der Nationalsratswahl. Demnach legt die ÖVP gar zu, würde einen Stimmenzuwachs von 1,5 Prozent erlangen. Während zwar die FPÖ einen Stimmenverlust von nahezu sechs Prozent hinnehmen müßte, wäre das erneut angestrebte Regierungsbündnis trotzdem nicht gefährdet, zusammen hätte es immer noch rund 53%.

Genauso wie hierzulande könnten wohl die Grünen zulegen mit acht Prozent mehr Wählerstimmen als viertgrößte Partei im Lande. Ebenso soll laut Prognosen die SPÖ Federn lassen mit einem Stimmenverlust von knapp fünf Prozent.

Wieviel Rechtsextremismus verträgt Europa denn noch?

Prinzipiell gar keinen möchte man den Menschen vehement entgegnen. Hat die Geschichte, das vergangene Leid nicht ausgereicht, um mehr als zu verdeutlichen, wohin eine derartig menschenverachtende Politik führt? Ganz offensichtlich nicht. Da können ein Herr Strache und dieser Sebastian Kurz sich dermaßen unerschrocken verhalten, quasi Frauenrechte und den Sozialstaat abschaffen, das österreichische Wahlvolk scheint nichts hinzugelernt zu haben.

Gleichzeitig steht auch wieder der Ex-Innenminister Kickl auf der Matte, um dreist herumzutönen, was unter seiner Führung alles geschehen würde. Der aufmerksame Beobachter fühlt sich unweigerlich in längst vergangene Zeiten der Nazi-Ära zurückversetzt. Unfaßbar, mit welcher Dreistigkeit solchen Wesen eine Bühne geboten wird! Europa wäre ziemlich gut beraten, endlich jene Entwicklung zu stoppen. Während in Italien ein Salvini zumindest vorläufig wieder in die Schranken verwiesen wurde, schaut es ganz danach aus, als ob in Österreich das Regierungsbündnis von ÖVP und FPÖ wieder ran darf.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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