È tutto fantastico, Italia


Salvinis Rechnung ging nicht auf – aufatmen oder vorsichtig verharren?

Die Neue Rechte scheint in Europa einerseits erfolgreich Fuß zu fassen, zumal etliche Kräfte auch aus entfernteren Ländern ihr übriges dazutun, andererseits bröckelt dieses rassistisch-faschistische Gehabe, so wie jüngst in bella Italia. Salvinis Kurs endet ziemlich abrupt. Gut so? Natürlich für friedlich Gesinnte, die mit Haßgedanken unterwegs mögen zerknirscht sein.

Man kann über „Salvinis Dummheit des Jahrhunderts“ sinnieren, aber vielleicht schenkt man diesem ehemaligen Innenminister zuviel Bedeutung, die er ohnehin so gar nicht verdient hat, denken wir an dessen Verhalten Flüchtlingen gegenüber, denen er gar Piraterie noch kürzlich vorgeworfen hatte.

Eine neue linke Koalition

Die sich jetzt anbahnt, und zwar zwischen der Fünf-Sterne-Bewegung und der Partito Democratico. Erstere war doch diejenige, die mit den Rechtsradikalen unter Salvini sich bemühte, Italien zu lenken? Richtig. Nur das ging gänzlich schief, selbst wenn manche feuchte Träume hatten, was sie alles im Land der Römer ändern wollten.

Dabei hatten vor kurzem etliche ihren Unmut zum Ausdruck gebracht, als dieser Innenminister meinte, noch nach Gutsherrenart walten und schalten zu wollen, in dem ihm z.B. Leoluca Orlando anfang des Jahres die rote Karte gezeigt hatte, sich entsprechend wehrte. Immer mehr Menschen ließen sich nicht mehr abschrecken, weil die kaltherzige Politik der rechtsradikalen Lega ihnen gegen den Strich ging.

Ob dieses neue Bündnis halten kann, was es in kurzer Zeit auf die Beine stellen konnte, mag fraglich sein. Andererseits ist alles besser, was eben nicht mit der Lega zu tun hat. Basta!

Giuseppe Conte allein auf weiter Flur?

Kann das tiefe Mißtrauen zwischen diesen beiden Parteien trotz alledem überwunden werden? Zunächst raufen sie sich zusammen, ein Anfang, mag man meinen. Ob es fruchtet, wird sich ziemlich schnell herausstellen, Conte hat sich ganz offensichtlich so einiges beherzt vorgenommen, was er politisch gern umsetzen würde. Klingt nicht verkehrt, stößt dennoch auf manch Widerstand.

Aber das gehört nun mal zum politischen Geschäft. Klar doch, Contes Charisma ist es jetzt zu verdanken, daß eine gewisse Ruhe einkehrt nach Salvinis Aufbegehren. Vielleicht gar eine Chance fürs gebeutelte Italien? Man möchte es dem südeuropäischen Land gönnen, zumal Europa ohnehin vor schweren Aufgaben steht, denkt man an den Brexit und jenen fragwürdigen Mister Johnson.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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