Brandenburger Hirschfeld eine Nazi-Hochburg


 

 

Hakenkreuze und Holocaustleugnung an der Tagesordnung

Im Süden Brandenburgs, an der Grenze zu Sachsen, Dresden befindet sich gerade mal dreißig Kilometer entfernt, herrscht noch deutscher Widerstand, immerhin ergatterte die AfD 50,6 Prozent Wählerstimmen im Dorf Hirschfeld. Also knapp über die Hälfte der berechtigten Wähler, die den Weg zur Urne fanden, verläßt sich auf das rechtsextreme Geplärr der NPD-Nachfolgepartei, Andreas Kalbitz und Björn Höcke sorgten im Wahlkampf für entsprechende Stimmung.

Während tatsächlich die Holocaustleugnung eine Straftat beinhaltet, hat in Hirschfeld ein Großteil seiner Bürger damit keinerlei Probleme, ganz im Gegenteil. Praxisnaher Rassismus wird viel eher direkt gelebt, man schlägt gar vor, doch mit den Flüchtlingen in Deutschland einen weiteren Holocaust zu veranstalten.

Gleichwohl werden ganz offen Hakenkreuze getragen, geehrt und als selbstverständlicher Bestandteil im Alltagsleben hingenommen. So funktioniert das im Herzen der alten DDR. Was jahrzehntelang unter Honi nicht ausgelebt werden durfte, seit dem Mauerfall hält niemand sie auf, die ollen Nazi-Sympathisanten. Was eine NPD nicht hinbekam, mit jener AfD klappt es endlich, so die Überzeugung jener stolzen Recken. Bürgermeisterin Ivonne Haase scheint damit keine Probleme zu haben.

Man wolle und müsse unbedingt die deutsche Kultur retten vor der dramatischen Überfremdung. Daß diese im Dorf schlichtweg nicht stattfindet, interessiert nicht, es gehe ums Prinzip. Gleichzeitig bestehen sie darauf, Cem Özdemir gleich mit davon zu jagen, er habe hier nichts verloren. Was in Chemnitz angeblich nie geschah, im Süden Brandenburgs nimmt man keen Blatt vorm Mund, so müsse das sein! Hetzjagd gehöre zur Tagesordnung, basta!

Da dürfe sich der sorgfältig an Menschlichkeit glaubende Bürger im Osten nicht weiter wundern, wenn immer mehr Menschen aufgeben, um das Land zu verlassen. Ein Staat, der solches Gedankengut wieder salonfähig macht, hat letztlich die volle Verantwortung zu übernehmen. Selbst vom weit entfernten Berlin aus.

Einerseits laufen den sogenannten Volksparteien in Scharen die Wähler davon, andererseits suchen etliche ihr Glück im Glauben an die Grünen, den Linken traut man nicht mehr, zumal gerade im Osten genügend Unmut sich wieder breit macht in Erinnerung an alte Zeiten. So schließt sich der Kreis, Nationalisten leben auf und frönen ihrem Rassismus, wo immer möglich, offensichtlich durchaus erfolgreich.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Eine Antwort zu Brandenburger Hirschfeld eine Nazi-Hochburg

  1. Hat dies auf Babsi's Aufschrei Herz_statt_Hass rebloggt und kommentierte:

    Danke

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