Niemand wirklich allein


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Das Leben sei lebensgefährlich,
jetzt aber mal ganz ehrlich
und ohne blöde Gedanken,
zu zweifeln wäre beschwerlich,
man gerät dabei so ins Schwanken,
Grübeln bringt ohnehin nicht viel.

Der Fröhliche lebt nach Lust und Laune,
Trübsal blasen nie und nimmer sein Ziel.
Der Nachdenkliche lauscht manch Geraune,
während Stille ihn meist betört.
Melancholie führt oft zu Depressionen,
Aggressionen sind sowieso unerhört,
diese tun nichts verschonen, sich nicht lohnen.

Drum genießt besser jeden Tag,
morgen kann schon der letzte sein,
egal aus welchem Grund dies zu sein vermag,
die Welt dreht sich mitnichten zum Schein,
niemand ist wirklich allein.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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