Klimapolitik hierzulande ein unnötiges Drama


Wandel auf eher wackligen Beinen dank Merkels Haltung

Die Redewendung mit den Gänseblümchen, ob sie einen liebt oder eben so gar nicht, läßt sich ohne weiteres auch im politischen Prozedere übertragen. Angela Merkel spielt gern mit dem Feuer, erst recht seitdem AKK sie zunehmend ablösen möchte, obwohl die Kanzlerin ihre Rolle des Verharrens erneut auslebt. Sehr zum Nachteil der Folgen des Klimawandels.

Da sollten wesentlich schneller Taten folgen, statt ständig zu lamentieren. Insofern paßt die Formulierung, Frau Merkel sei als „Klima-Kanzlerin“ ein Totalausfall, wie Angela Ulrich berechtigt kommentiert. Da fragt sich der aufmerksame Beobachter, warum sie einerseits FFF zustimmt, andererseits dabei letztlich viel zu passiv agiert.

Bereits zwei Städte riefen Klimanotstand aus

Belächelt von all denen, für die der menschengemachte Klimawandel ein Schwindel sein soll, The Donald sowie die Neue Rechte folgen jener Behauptung besonders gern. Sicher doch, 97 Prozent der Wissenschaft irrt gewaltig, während 3 Prozent einfach Tatsachen leugnet. Welch frapante Unlogik! Nachdem zunächst Konstanz den Klimanotstand ausrief, folgt hoch oben im Norden Deutschlands nunmehr die erste deutsche Landshauptstadt Kiel.

Man darf davon ausgehen, daß noch weitere sich diese Aufgabe zu Herzen nehmen, die vor allem von den Grünen initiiert wurde. Exakt jene Partei, die seitens der Wähler einen enormen Zulauf verbuchen kann hinsichtlich bevorstehender Bundestagswahl im Herbst 2021. Die Union scheint es wie Frau Merkel zu halten, ignorieren, bis nichts mehr geht.

Wegducken zahlt sich keineswegs aus – andere stehen in den Startlöchern

Daß Klimastreiks ohnehin an Bedeutung zunehmen, sollte sich spätestens jetzt herumgesprochen haben, unabhängig davon, daß Wetterextreme uns länger schon beschäftigen. Schon möglich, daß diese Union höchstwahrscheinlich mit den Grünen in einer großen Koalition nach Merkel ihren Machterhalt gerade noch abfangen kann.

Doch spätestens 2025 hat der Wähler begriffen, was für ein Fehler die ignorante Haltung seitens ewiggestriger Union gewesen sein wird, die SPD fähige Politiker in ihren Reihen aufweisen kann, wie z.B. Cansel Kiziltepe, die längst als Hoffnungsträgerin gehandelt wird, weil die gebürtige Berlinerin, Diplom-Volkswirtin und langjährige persönliche Referentin von Ottmar Schreiner durchaus ihr politisches Handwerk versteht, inzwischen als stellvertretende finanzpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion sich behauptet.

Sämtliche demokratischen Kräfte müssen dennoch ein äußerst wachsames Auge auf all jene werfen, die am liebsten morgen schon ein totalitäres System sich herbeiwünschen wie die Neue Rechte. Greift dies obendrein europäisch, wird ein fortschreitender Klimawandel noch das kleinere Übel sein.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Politik abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.