Biste nicht willig, so brauch’ ich Gewalt


pixabay.com

Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte

Die wartet nicht schon lange ziemlich geballt, sie lauert an vielerlei Ecken, läßt sich nicht einfach verstecken, sondern findet stets Wege ihrer Entfaltung. Was für eine Haltung! Mensch schaut tatenlos zu wie ein zu reißendes Gnu. Wieviele Opfer braucht es denn noch, befreit er sich endlich von seinem Joch?

Wohl nichts kapiert, aber Hauptsache pariert. Schaut man sich weltweit genauer um, kommt man um fatale Ergebnisse nicht herum. Jugendliche verprügelt Lehrer – kein Einzelfall, lautet eine Überschrift ziemlich drall. Genau, ohnehin schon lange bekannt, keinesweg schlau, weil niemand diese Gewalt endlich verbannt. Doch dieser „blonde Dolle“, der mit bekannter Haartolle, hat eine Lösung parat, welch Spagat. Statt Reformen sollen bewaffnete Lehrer Gewalt an Schulen richten. Das nennt er Schlichten.

Welch prima Klima, nicht das allseits problematische in aller Munde, zu diesem Thema an anderer Stelle manch Kunde, vielmehr jene sich verselbständigende Gewalt. Na, siehste vor lauter Bäumen nicht den Wald? Wenn die Freiheit des Einzelnen beschnitten wird, so manch Tasse im Schranke klirrt, möchte man meinen, doch im Wegducken real tut Mensch sich vereinen.

Woran dies wohl liegen mag? Wann folgt endlich der jüngste Tag, wo derartige Gewalt verbannt? Da haste wohl den Mensch verkannt. Er lehnt sich lieber bequem zurück, entzaubert Stück für Stück all seine Weisheiten, was nützt schon ein sorgfältiges Vorbereiten?

Vergessen vergangene Zeiten? Das schaut ganz danach aus. Viel wichtiger ein Leben in Saus und Braus. Ablenkung schafft offensichtlich die nötige Distanz, erneut folgt jener brutale Affentanz.

Laureen Nussbaum sprach jüngst zu Recht eine unbequeme Wahrheit aus bei Lanz. Welch Skandal, nicht nur welt- und europaweit, sondern auch hierzulande sei es wieder soweit. Nationalisten dürfen sich austoben. Zu viele das Ganze obendrein stumm loben. Von einer Mehrheit kann dabei kaum die Rede sein, doch aufgepaßt vor trügerischem Schein.

Mensch ließ sich schon allzu oft blenden, fiel herein aufs unbedarfte Verschwenden, am Ende obsiegt stets die Gewalt, jene häßliche Gestalt, die ihresgleichen sucht, sei tatsächlich verflucht. Statt nach oberstem Gebot zu leben, du sollst nicht töten, folgt wie eine Endlosschleife ihr Bestreben, – das alles keineswegs vonnöten. Wird endlich danach entschieden, zu leben in dauerhaftem Frieden?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Quergedachtes abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.