Trumps Säbelrasseln gefährdet den Weltfrieden


Wo gehobelt wird, fallen nicht nur Späne

Gut gebrüllt Löwe, denn wie man in den Wald hineinschreit, so schallt es zurück. Mitnichten für The Donald, Mister America First hat da ganz eigene Vorstellungen von Gehorsam und Bündnistreue, die ständigen Entlassungen im Weißen Haus sprechen eine nur zu deutliche Sprache, mit Mike Pompeo und John Robert Bolton hat er exakt die richtigen Hardliner an seiner Seite, die erst recht den Iran zum „Teufel wünschen“.

Kaum folgten entsprechende Statements in Richtung Iran, folgen Drohungen seitens Hassan Rohani, die Europa in Bedrängnis bringen. Welch passendes Szenario auch hinsichtlich der Nato-Politik, erneut fühlt sich US-Botschafter Richard Grenell berufen, Deutschland „Heuchelei“ vorzuwerfen. Alles Indizien, das Säbelrasseln mit Nachdruck der Weltpolitik aufzudrängen.

Wer viel Porzellan zerstört, hat keinn Sinn für ein harmonisches Miteinander

Muß man Zeiten nachtrauern, als noch eine transatlantische Freundschaft ein Stückweit die Balance hielt, um gleichwohl wirtschaftlich militärische Aspekte in Einklang zu bringen? Weder noch. Früher bestimmten ohnehin die USA den politischen Kurs, richtete sich die Weltpolitik auf ihren Vorgaben ein, zumindest die Bündnispartner. Das hat sich seit Donald Trump jetzt geändert. Elefanten traut man nicht über den Weg, narzißtischen sowieso nicht.

Der Vergleich mit dem zerstörten Porzellan insofern keineswegs übertrieben. Was soll man von Bemerkungen halten wie das Atomabkommen „sei der schlechteste Deal aller Zeiten“? Reine Ablenkung, zumal die Inspekteure der IAEA bescheinigt hatten, daß der Iran sich an den JCPOA halten würde. Es steckt die altbekannte Absicht dahinter, einen Aufstand im Volk selbst zu provozieren, weil die Sanktionen die Wirtschaft schwächen.

Wer A sagt, muß auch B umsetzen

Damit hat The Donald keinerlei Probleme, wie er unmißverständlich bereits bei der Münchner Sicherheitskonferenz zum Besten gab, dessen Willkür offenbarte. Der Rüstungswettlauf paßt in die von langer Hand geplante Marschroute, an ein zufälliges Aufbrausen mag man dabei gar nicht denken, ein Mister Grenell hierzulande das Ganze obendrein abrundet.

Global betrachtet nehmen die Spannungsherde nicht nur zu, schließlich vermögen auch die US-Streitkräfte nicht überall mit entsprechender Präsenz agieren können, sondern verbleiben am Ende noch wesentlich drastischere Maßnahmen. Gestern vor 74 Jahren endete der Zweite Weltkrieg, genauer betrachtet hat der Dritte längst begonnen, diesmal nicht in Europa, dafür global verteilt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Eine Antwort zu Trumps Säbelrasseln gefährdet den Weltfrieden

  1. Arno von Rosen schreibt:

    Es bleibt sicher beim Säbelrasseln!

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