Flüssiggas der USA durch die Hintertür nach Deutschland


Und bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt

Beim Erlenkönig der Neuzeit droht der US-amerikanische Energieminister Rick Perry damit, wer kein Flüssiggas der USA kaufe, solle damit rechnen, es würde kein BMW, Mercedes Benz oder ein anderes hübsches Auto im Gegenzug gekauft werden. Dabei lamentiert er obendrein, die EU produziere sie, obwohl Deutschland gemeint ist. Das Ganze im Kontext zur geplanten russischen Pipeline Nord Stream 2.

Erpressung nennt man einen solchen Vorgang, was wiederum ins Konzept der Trump-Administration paßt, bei Verweigerung sollen die angekündigten Schutzzölle auf europäische und vor allem deutsche Autos eingeführt werden. Perry verweist auf eine Abhängigkeit der EU von russischem Gas. Weitergedacht ist dem tatsächlich so mit einem sich zuspitzendem kalten Krieg, den die beiden Supermächte längst zulassen.

Was hierzulande verpönt, in den USA selbstverständlicher Alltag

Einem Flickenteppich gleich haben die Amis den dortigen Fracking-Boom auszuhalten, Hauptsache profitable Steigerung bis zur Klimakatastrophe, die es laut The Donald ohnehin nicht gibt. Was interessieren Umweltbelange, mit Blick zu den Grünen in den USA läßt sich das überdeutlich ablesen, der Hegemon trampelt ungeniert im eigenen Lande alles nieder, was sich nicht beugt, weltweit per kriegerische Einsätze und Raubtierkapitalismus.

Bleibt zu hoffen, daß bei erneuter Debatte im Deutschen Bundestag übers Fracking hierzulande im offiziellen Wahljahr 2021 die richtigen Parteien in der Regierung sitzen, um ein Nachäffen der US-Praxis zu verhindern. Besonders die Union hat vor drei Jahren für entsprechende Hintertürchen gesorgt, wen wundert’s.

Wirtschaftliche Abhängigkeit diktiert die Politik

Man sollte trotz sämtlicher mahnenden Stimmen ob jener dreisten Umweltbelastung realistisch bleiben. Am Ende obsiegt leider nicht die Vernunft, sondern viel eher das Diktat der Wirtschaft wie überall bisher festzustellen. Die Formel ist letztlich ganz simpel. Die Forderung nach mehr Einfuhr von amerikanischem Flüssiggas in die EU steht der pragmatischen Lösung mittels Nordstream 1 und 2 entgegen.

Die USA werden nicht locker lassen, haben andere Möglichkeiten, die transatlantischen Partner unter Druck zu setzen. Das wissen alle, entscheidend wird sein, inwieweit Kompromisse scheitern, um die Spannungen zwischen Ost und West erneut erheblich zu forcieren. Ein wirtschaftliches Geflecht zwischen Europa und den USA läßt wenig bis gar keinen Spielraum für Entscheidungen zugunsten der Umwelt zu.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Eine Antwort zu Flüssiggas der USA durch die Hintertür nach Deutschland

  1. balkansurfer schreibt:

    Erpresser, Betrugs Staat USA, was nur mit Hilfe korrupter Deutscher Politiker möglich ist und war und den Betrugs US Consults in Tradition, welche Deutschland plündern. Alternativ wie ein Staat zerstört, wie der Irak und Libyen

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