Nato angekommen im 8. Jahrzehnt seit ihrer Gründung


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Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0

Ein Verteidigungsbündnis zu Diensten der USA

Zweimal zog das Hauptquartier der Nato um, zunächst von London nach Paris, im Anschluß nach Brüssel, wo seither der Nordatlantikrat sowie der International Staff und International Military Staff sich organisieren und entsprechend handeln. Seit dem 01. Oktober 2014 leitet der ehemalige norwegische sozialdemokratische Politiker und Ministerpräsident Jens Stoltenberg als 13. Nato-Generalsekretär das Verteidigungsbündnis, dem zurzeit 29 Mitgliedstaaten angehören.

Mit der Nato-Osterweiterung, die 1997 begann, hat die Nato eindeutig ihren Kurs als Verteidigungsbündnis endgültig zu Grabe getragen, genügend warnende Stimmen, darunter gleichwohl Abrüstungs- und Militärexperten, Botschafter sowie natürlich die gesamte Friedensbewegung, hatten dies heftig kritisiert. Schon damals zeichnete sich ein Zurück zum Kalten Krieg ab, der zunächst mit dem Fall der Mauer und dem Ende des Warschauer Pakts verebbte.

Der 04. April alles andere als feierlich – Trump und Pence poltern drauflos

Was nutzen schon runde Daten wie der 70. Jahrestag zur Natogründung am diesjährigen 04. April, wenn in seiner Rede vor dem US-Kongress der Nato-Chef vor Russland warnt, obwohl klar ersichtlich das Westbündnis der effektivere Aggressor ist?

Wer so simpel einerseits behauptet, Russland verletze den INF-Vertrag, die Annektierung der Krim als „Aushängeschild“ für eigene Entscheidungen benutzt, – man beachte, daß beim Maidan-Putsch die USA in Zusammenarbeit mit der EU nicht unbeteiligt waren -, um dann selbst Aufrüstung zu rechtfertigen, der muß sich den Vorwurf gefallen lassen, einen neuen kalten Krieg zu provozieren. Erst recht im Kontext zur Russlandphobie, wo sich die Frage stellt, zu wessen Gunsten Vor- und Nachteile wohl sein mögen.

Exakt in jene Fragestellungen poltert ein Donald Trump mit kräftiger Unterstützung seitens des US-Vize Mike Pence, der neulich beim Festakt zum Nato-Jahrestag zweieinhalb Minuten gegen Deutschland wütete. Die strategisch wichtigste und zugleich wirtschaftlich stabilste Nation im Herzen Europas müsse natürlich herhalten, insofern mit gutem Beispiel vorangehen, um eine Nato-Bündnistreue unter Beweis zu stellen, darf eben nicht unter 1,5 % des BIPs an Verteidungsausgaben gekleckert werden, die Forderung liegt bei minimum 2 Prozent.

Schluß mit Friedensabsichten – Kriege sind vorprogrammiert

Finden ohnehin statt, real und stellvertretend wie seit über acht Jahren in Syrien, weltweit an anderen Orten zum Leidwesen der Zivilbevölkerung, obwohl doch das Ziel mit der UN war, genau das zu verhindern nach jenem schrecklichen Zweiten Weltkrieg. Das hat vor allem die USA keineswegs beeindrucken können, die schließlich seit ihrer Gründung in über 200 Kriegen mitbeteiligt war.

„Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen.“ (Albert Schweitzer)

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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