George Clooneys Boykott zur Todesstrafe gegen Homosexuelle


In Brunei greift bald das Scharia-Gesetz der Steinigung

Wenn politische Mittel versagen, was keineswegs als diplomatische Ausrede gelten darf, zumal wirtschaftliche Verflechtungen und entsprechende Seilschaften mit Nachdruck beteiligt sind, besteht jederzeit die Möglichkeit, auf anderen Wegen seinen Unmut kundzutun, sich zu organisieren, wie jüngst Hollywood-Star George Clooney mit seinem weltweiten Hotel-Boykott gefordert hat.

Der Vorwurf gilt dem kleinen Sultanat Brunei, laut den Äußerungen von Sultan Hassanal Bolkiah würde Allah selbst dem Land den richtigen Weg weisen, jetzt im April soll die volle Härte des Scharia-Gesetzes greifen, was Prügelstrafe, Amputationen sowie die Todesstrafe bedeutet, so auch für überführte Homosexuelle, die man dann steinigen wird.

Luxusherbergen wurden seitens Clooney aufgelistet

In einer Gastkolumne des Filmportals „Deadline.com“, wie t-online zitiert. Wer jene feudalen Hotels aufsucht, würde letztendlich mit dazu beitragen, daß unschuldige Menschen derart grausam ermordet werden, argumentiert George Clooney völlig zu Recht. Insofern nutzt der Hollywood-Star seine Popularität, um eine größtmögliche Wirkung zu erzielen, sich seinem Boykott anzuschließen.

Brunei Darussalam, so dessen amtliche Bezeichnung, der malaische Wahlspruch lautet übersetzt „Brunei, Heimat des Friedens“, wird ihm mittels derartiger Maßnahmen keineswegs gerecht. Schlimm genug, daß in anderen großen Nationen wie in den USA, Saudi-Arabien, Iran oder China völlig selbstverständlich Todesstrafen stattfinden. Findige Kritiker könnten jetzt nicht unberechtigt anmahnen, daß man auch jene Staaten boykottieren sollte.

Politik vs. Wirtschaft – Geld regiert die Welt

Was natürlich auch George Clooney weiß und mit Nachdruck darauf hinweist. Wenn Bruneis Sultan, mit einer der reichsten Männer der Welt, derart unerschrocken das Rechtssystem des kleinen Landes auf Borneos Insel, der weltweit drittgrößten nach Grönland und Neuguinea, mit dem Scharia-Gesetz ausschöpft und jetzt umsetzt, reiht er sich mit ein in jene Herrschaftssysteme, die das schon länger praktizieren.

Zusammengefaßt führt Amnesty International in seinem Jahresbericht 2018 die desolate Lage Bruneis auf, inwieweit dort Menschenrechte mißachtet werden. Es mag sicherlich den ein oder anderen bewegen, keines der durch Clooney aufgeführten Hotels aufzusuchen, sie zu meiden. Die Politik des Sultanats ändert sich dadurch leider genauso wenig wie schon in den anderen aufgeführten Unrechtsstaaten wider der Menschlichkeit.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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