Löcher erschaffen


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Immer fand er mich,
egal in welche Ecke ich mich drängte,
oder keinen Mucks von mir gab,
so tat, als ob hinter den Fenstern
etwas Unglaubliches geschah,
Rücksicht von ihm, niemals,
sein Begehr war aus Pappe,
bräunlich gelb, klein,
deshalb ging er kilometerweit,
war ständig auf der Suche,
ein Gespür hatte er dafür
wie ein hungriges Tier,
das tagelang nichts fraß,
ihm entging nichts und niemand,
seine Augen durchbohrten dich,
du wurdest ein durchsichtiger Fetzen,
warst ausgeliefert dem Hexenmann,
der sein Aussehen meisterlich wechselte,
ich durchschaute seinen Trick,
aber dies behielt ich lieber für mich,
kein Mal sprach ich ihn an,
und versteh´ bis heute nicht,
wie man bloß „Herr Schaffner“
zu ihm sagen konnte,
und somit seine Suche unterstützte,
ich kann Schmeicheleien nicht leiden,
und sowieso verstanden sie nicht,
wie gefährlich so ein löchernder Mann ist,
der mit der Lochzange Löcher bohrt,
damit kleine bräunlich gelbe Kreise
auf seinen Hokuspokus hinweisen.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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