It’s not very well, Mr. Grenell


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Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte

Vollkommen egal, ob eine FDP sich im Streit zerlegt oder nicht, faktisch bedeutet das Verhalten des US-Botschafters, daß dieser seine Hausaufgaben nicht macht, Diplomatie geht anders, die Wiener Konvention wird somit mit Füßen getreten. Altbekanntes Prozedere aus dem Hause Trump? Unbedingt.

Möglichst viel Porzellan zerschlagen, um seine America-First-Haltung unter Beweis zu stellen, zumal bereits die Erklimmung des Präsidentensessels per äußerst fragwürdiger Mittel zustande kam, wer die weiterhin allgegenwärtige Russland-Affäre mit einbezieht. Trump und Putin bestreiten dies vollmundig, Glaubwürdigkeit schaut aber anders aus.

Beste Vorrausetzung, demokratische Systeme volle Breitseite zu torpedieren, wie Henrik Müller in seiner anschaulichen Kolumne anhand der Gelbwesten-Proteste und des Brexits mit „Falsche Wahrheiten“ tituliert. Folgt da etwa vor dem Brexit der Mayxit? Denkbar, weil die britische Premierministerin erheblich an Vertrauen einbüßte.

Keineswegs zu unterschätzen die Proteste der Gilets jaunes im benachbarten Frankreich, die bereits seit 19 Wochenenden anhalten, noch mehr Zerstörungswut gestern per Militär- und verstärkter Polizeipräsenz verhindert werden konnte. Demokratien sind auf Wahrheit gegründet, schreibt Müller. Die bröckelt erheblich, weil „Fakenews“ und „Lügenpresse“ als gegeben immer mehr hingenommen werden. Ein gefährliches Spiel, der Faschismus lauert bereits, steht in den Startlöchern.

Richards Grenells Tage sollten gezählt sein, kommentierte Querdenkende im frühen Sommer des letzten Jahres. Noch darf ganz offensichtlich Trumps „Kettenhund“ ungebremst weiter tönen, was auch kein Wolfgang Kubicki verhindern vermag. Der Ton macht bekanntlich Musik, so viel Disharmonie tut dem weltpolitischen Parkett keineswegs gut. Nur was ist schon gut, wenn man bedenkt, wie entfesselt globale Spannungen sich ausbreiten, für wesentlich mehr Not und Elend sorgen?

„Wer sich zu groß fühlt, um kleine Aufgaben zu erfüllen, ist zu klein, um mit großen Aufgaben betraut zu werden.“ (Jacques Tati)

Wieso habe ich das Gefühl, daß gerade in der Politik etliche darunter, die exakt dem entsprechen?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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