Trump macht Bolsonaro Nato schmackhaft


„Tropen-Trump“ lobt Mister „America-First“

Was ist die Steigerung von “großartig”, jenem „great“, welches Donald Trump nur allzu gern in den Mund nimmt, um vor allem seine eigene sogenannte Politik zu lobhudeln? Es gibt sie schlichtweg nicht, weil Mister „America-First“ sich selbst auf höchstem Thron wähnt, bisher keiner ihm diesen streitig macht trotz erheblicher Zweifel seitens dessen Kritiker. Wer in den USA dermaßen simpel den Präsidentensessel erklimmen darf, klebt besonders nachhaltig an ihm.

Insofern nicht weiter verwunderlich, daß The Donald Brasilien den Nato-Beitritt in Aussicht stellt, schließlich trifft und findet sich, was ganz offensichtlich zusammengehört, ein weltweit wachsender Rassismus ungeahnten Ausmaßes, jener Rechtspopulismus hat bereits auch weite Teile Europas infiziert. Keine gute Aussichten im Sinne einer toleranten Gesellschaft.

Die US-amerikanische Dreistigkeit zeigt sich allerorten

Wenn man bedenkt, für was die Nato letztlich steht, nämlich den Nordatlantikpakt. Brasilien liegt allerdings im südlichen Teil des zweitgrößten Ozeans, doch was scheren einem Donald Trump geographische Kenntnisse, wenn es darum geht, die Waffenaufrüstung zu forcieren?!

Daß bekommt schon hierzulande die Regierung nonstop zu spüren, in dem der US-Botschafter Richard Grenell ständig deren Arbeit maßregelt, ihr vorhält, sie würde ihren Job verfehlen, weil Deutschland keine zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Verteidigung ausgibt. Zumindest FDP-Vize Wolfgang Kubicki würde ihn aus dem Land werfen, wenn er denn könne und dürfe. Flegelhaftigkeit mag in den USA durch The Donald wieder salonfähig sein, hierzulande hat sie hoffentlich keine Zukunft.

Südamerikanischer Faschismus im Aufschwung

Mit Blick zu Venezuela kann man dies unschwer feststellen, Nicolás Maduros Mißwirtschaft hat dem Land großen Schaden zugefügt, die beiden Supermächte verhandeln bereits über Venezuela. Jair Bolsonaro schließt eine militärische Intervention nicht unbedingt aus, reagiert schwammig, als die Presse entsprechend nachhakt. Keine guten Aussichten für Südamerika.

Es ist António Costa zu verdanken, daß zumindest der europäische Sprachnachbar in Portugal für deutliche Verhältnisse sorgt, eben keine faschistoide Politik mehr zuzulassen, davon einmal abgesehen, daß dadurch den Menschen auf der iberischen Halbinsel es seitdem wesentlich besser geht. Brasilien blickt hingegen weiterhin fragwürdigen Zeiten entgegen, mit einem „Tropen-Trump“ und „Humpty-Trumpty“ als willkommener Verbündeter wird der Klimaschutz zum Teufel gejagt genauso wie Menschenrechte, Trumps Fakenews als Aufforderung verstanden, die Medien zu gängeln. Erinnerungen an vergangene Militärjuntas flammen auf.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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