Reiseveranstalter outet sich als besonders sexistisch


Thomas Cook Group bleibt dem Wesen des Firmengründers gerecht

Erneut rückt die hinterwäldlerische Einstellung eines christlich geprägten Weltbildes in den Fokus der Kritik, läßt sich eben keineswegs mit einer zusammenrückenden Menschheit vereinbaren, die mehr denn je darauf angewiesen ist, wesentlich mehr Toleranz an den Tag zu legen, anstatt mit irgendwelchen moralischen Vorschriften aufzuwarten.

In diesem Fall traf es die 22-jährige Emily O’Connor, die mit einem Flieger des Reiseveranstalters Thomas Cook von Birmingham nach Teneriffa fliegen wollte, die Flugcrew allerdings mit Rausschmiß drohte, weil ihre Kleidung, die sie trug, „anstößig“ und „unangemessen“ sei.

Baptistenprediger und Verleger christlicher Schriften gründete Familienunternehmen

Was dieser im Jahre 1841 begann, entwickelte sich Jahrzehnte später, nämlich im Jahr 1900 zum Weltmarktführer in der Reisebranche, 1919 vertrieb Thomas Cook and Son die ersten Flugtickets. Doch die Thomas Cook Group scheint dem Wesen ihres Firmengründers treu und gerecht zu bleiben, wenn dermaßen harsch weibliche Fluggäste nahezu sexistisch angegangen werden.

Anders kann man deren menschenverachtendes Vorgehen wohl kaum werten. Zumal die Crew selbst viel zu vehement auftrat und obendrein Emily O’Connor vor den Flugzeugpassagieren bloßstellte und somit demütigte. Die unverschämte Äußerung des eines Fluggastes mit den Worten „halt die Fresse, du erbärmliche Frau“ hätte eigentlich sofort geahndet werden und dieser selbst den Flieger verlassen müssen. Aber weit gefehlt. Die nachträgliche Entschuldigung eines Sprechers des Reiseveranstalters erwies sich als zu dürftig, wird dem üblen Vorfall eben nicht gerecht.

Verlogene Doppelmoral wirft kein gutes Licht auf christliche Ansprüche

Das muß man nicht nur an dieser Stelle feststellen, denken wir zurück an Frau AKK, die jüngst meinte, sie müsse sich übers dritte Geschlecht lustig machen. Da läuft mächtig etwas aus dem Ruder, dies aber nicht erst seit neuestem, sondern letztlich seit vielen Jahrzehnten. Ob einem Heinrich Böll oder anderen Autoren, Gelehrten, die Kirche ist stets ein Dorn im Auge ihrer Kritiker, was deren moralischen Ansprüche anbelangt, die eben nicht mit der Realität in Einklang zu bringen sind.

Woran liegt das? An der über Jahrhunderte sich entwickelten verlogenen Doppelmoral, die lediglich auf Teufel komm raus gehegt und gepflegt wird, statt endlich mal das Wesen der Kirche wirklich zu reformieren. Missionieren im Namen des Herrn, egal welche Konsequenzen daraus entstehen? Unsere Gesellschaft täte gut daran, sich intensiver mit jenen verkrusteten alten Geboten dieser Kirche zu befassen und sie endlich aus der Welt zu schaffen, das wäre ein entscheidender Schritt hin zu einem friedlicheren Miteinander.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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