Bei Trumpino gilt bald „legittima difesa“ per Schusswaffe


Wildwest-Manier exemplarisch für Rechtsradikale

Wer künftig in Italien einbricht, muß bereits vor der Europawahl einkalkulieren, von Hausbesitzern ohne Vorwarnung direkt erschossen zu werden. Sheriff Salvini gibt Schießeisen frei, welch „starker Mann“ setzt sich erneut in dieser ominösen Regierung durch. Parallelen zum „blonden Dollen“ in den USA kann man unschwer von der Hand weisen.

Nun hat am vergangenen Dienstag Italiens Innenminister mit diesem bevorstehenden Gesetz eines seiner Wahlversprechen eingelöst, betont gleichzeitig, es herrschen jetzt schon Zustände wie im Wilden Westen. Allerdings sind tatsächlich die Einbrüche eher rückläufig, aber das interessiert einen Macho wie Lega-Chef Matteo Salvini mitnichten, da eifert man lieber Donald Trump nach, das gefällt jener Klientel ganz offensichtlich.

Heute Hausbesitzer und morgen bewaffnete Lehrer?

Da könnte man schnell dramatischeres befürchten, was jenen Innenminister anbelangt, schließlich meinte der US-Präsident, er müsse einfach Lehrer bewaffnen. Anstatt die dortigen fragwürdigen Waffengesetze in den Griff zu bekommen, lockert man den Umgang mit Waffen, welch fatale Entwicklung.

Nunmehr äfft dies Italiens verantwortliche Regierung nach, was durchaus im Sinne rechtsradikalen Gedankenguts sein dürfte. Je mehr Gewalt in der Gesellschaft, desto mehr Legitimation, härter durchzugreifen, beste Voraussetzung kritische Haltungen einzudämmen, mundtot zu machen.

Spaltung der Gesellschaft wird gezielt gefördert

Per gezielter Absicht, nicht nur über ein solches Waffengesetz. Erst recht über soziale Ausgrenzung, die Fokussierung auf Migrantenhaß, eine steigende Jugendarbeitslosigkeit im Lande. Das alles macht Salvini und dessen rechtsradikalen Schergen nichts aus, man verzettelt sich in trügerisch verzerrter Haltung, den starken Mann zu markieren.

Doch damit hat das nichts zu tun, im Gegenteil, ein Armutszeugnis, ein desolater Zustand, der weder dem Lande dient noch den betroffenen Menschen. Die Bespaßung à la Facebook, Instagram und Co. kann er sich „sonstwo hinstecken“, ein derartiger Politiker tut Italien mitnichten gut, die Spaltung der Gesellschaft schreitet weiter voran, am Ende zahlt die Zeche der „geprellte kleine Mann“, Familien und die an den Rand gedrängten. Wer mit „Propaganda-Rhetorik Mussolinis“ hausieren geht, steht natürlich unter besonderer Beobachtung, doch das juckt Salvini wohl kaum.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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