Der, der uns weismachen will, Medien seien der wahre Feind des Volkes


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Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte

Bei den allermeisten fällt sofort der Groschen, in Eurowährung das Fünf-Cent-Stück, wer hierbei wohl gemeint sein könnte. Kein geringerer als der 45. US-Präsident, der „blonde Dolle“, Humpty-Trumpty, The Donald, Namen sind eben nicht Schall und Rauch, sie rufen Assoziationen hervor, die man besser nicht überall feilbieten sollte, es könnte manch verruchte Bemerkung fallen, die obendrein durchaus ihre Berechtigung hat.

So lange gibt es sie noch gar nicht, jene Medien, vergleicht man deren geschichtliche Entwicklung mit der Zeit ohne umfassende Berichterstattung. Es hat schon seine Gründe, warum ein akribisches Auge auf die Pressefreiheit geworfen wird, Reporter ohne Grenzen selbst mahnte bereits vor einem knappen Jahr an, daß Europas Pressefreiheit gefährdet sei.

Das geschieht ohnehin nicht zufällig, jene rechtsradikalen Kräfte legen besonderen Wert darauf, ihre trögen Parolen über die „Lügenpresse“ an den Mann zu bringen, Frauen haben bei denen sowieso nichts zu melden. Je öfter und eindringlicher, besonders in den Social Media dies geschieht, umso mehr bleibt bei all jenen „hängen“, die eben keine Zusammenhänge bemerken, eher unkritisch durchs Leben wandeln, sich lieber an einen „starken Führer“ klammern, beste Voraussetzung einer historischen Wiederholung, die wir ja alle glauben, überwunden zu haben.

Denkste, Pustekuchen. So simpel können jene Rattenfänger erneut agieren. Unfaßbar! Davon profitiert natürlich gleichwohl dieser Donald Trump, Hauptsache da stellt sich einer vor laufende Kameras und pöbelt, zeigt, was für ein toller Kerl er ist. Klappt ganz gut, erst recht, wenn dieser obendrein ständig sich selbst lobt. Mit handfester, guter Politik hat das nichts zu tun, ganz im Gegenteil, der destruktive Weg des Humpty-Trumpty hat längst seine unübersehbaren Spuren hinterlassen, der Scherbenhaufen wird merklich größer. Das internationale Ansehen der USA bröckelt erheblich.

Jetzt könnten ja all jene frohlocken, die ohnehin dem Antiamerikanismus frönen. Funktioniert mitnichten. Warum denn das? Weil eben die Welt sich nicht auseinanderdividieren läßt, die Zeit des Nationalismus muß ein Ende haben, mit dem Multikulturalismus bieten sich Chancen, wenn man ihn einbindet per Integration, Toleranz und wechselseitigem Respekt auf allen Ebenen. Das wiederum bedingt gleichwohl ein Ende des Überreichtums, damit soziale Ungerechtigkeit nicht mehr stattfindet, kein Anlaß mehr, Kriege anzuzetteln.

Wer jene Zusammenhänge verinnerlicht, weiß, wieso genau dann ein Trump, Putin, rechtsradikale Kräfte alles daran setzen, Nationalismus wieder hochleben zu lassen, die Garantie einer kriegerischen Fortsetzung zu Lasten von zig Millionen Opfern. Medien sind eben nicht der Feind des Volkes, sie sind Wächter, um nonstop alle Machenschaften aufzudecken, auch das mafiöse Gehabe eines Donald Trump!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung  

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