Trump trifft Kim – na und?!


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Wikimedia Commons CC BY 2.0

Hanoi kommt befremdlich rüber

Wenn’s brenzlig wird, begibt man sich am Besten ins Ausland, auf Staatsreise, internationales Happening, ausgerechnet ein Treffen in Vietnams Hauptstadt, Erinnerungen an den Krieg zwischen dem Hegemon und Vietnam werden wach. Hat doch nicht im Geringsten mit der heutigen Zeit zu tun. Denkste.

Latürnich doch. Solch historische Spuren verebben nicht einfach so mir nix dir nix. Logo, die USA haben vieles wieder gutgemacht, um ihren dreckigen Krieg zu retuschieren. Das gefällt erst recht jenem blonden Dollen, der ohnehin sich gern narzißtisch in Szene setzt. Notorische Lügner genießen das unbedingt, da macht ein Humpty-Trumpty keine Ausnahme.

Zu Hause beginnt just die Stunde der Wahrheit, die sein Ex-Anwalt eingeläutet hat, Michael Cohen rechnet mit ihm im US-Kongress ab, nennt The Donald einen Rassisten und Lügner. Recht hat er! Das beweist der 45. Präsident tagtäglich, auf der einen Seite die Medien verunglimpfen von wegen Fakenews, anderseits selbst hinzudichten und weglassen, was das Zeug hält.

Und jetzt in Hanoi Handshakes mit Kim, dem Diktator aus Nordkorea. Zwei, die sich ähnlicher sind, als vielen Recht sein dürfte. Das wissen diese mit Bestimmheit, kosten das Treffen aus, schließlich schaut alle Welt zu. Ha noi, wälle die Seckel uns allesamt auf den Arm nehmen? Mit Sicherheit, ohne wenn und aber!

Trump flog, sah und verliert letztlich, nicht seine eingespielt lächerliche Geste unverfrorerener Selbstsicherheit, die er gern zur Schau stellt, sondern am Ende sein Amt, falls wenigsten das die Amis hinkriegen sollten im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Egal ob seitens dessen Ex-Anwalt oder des ehemaligen FBI-Chefs, die Liste derer, die dem blonden Dollen berechtigt ans Leder wollen, wird länger.

Während in Vietnam das Ende des Korea-Krieges eventuell offiziell verkündet wird, verschärft sich parallel ein anderer, alter Konflikt zwischen den beiden Atommächten Pakistan und Indien in Kaschmir. Die Welt wird eben keineswegs friedlicher, bloß weil zwei Bad Boys sich mal in Hanoi treffen. Zieht man das erneute Wettrüsten zwischen den USA und Russland hinzu, kann von Entspannung erst recht keine Rede sein.

Viel Rauch um nichts muß man dabei bescheinigen. The Show must go on, sang schon Freddie Mercury zu Lebzeiten, so tickt auch das weltpolitische Parkett. Ins Hintertreffen geraten stets unschuldige Menschen, millionenfach, ein völlig unnötiges Leid. Das nennt sich Zivilisation, welch Hohn!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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