Fire in the Blood – Dokumentarfilm zum „Verbrechen des Jahrhunderts“


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Dessen Aktualität ein dringendes Mahnmal darstellt

Es geht stets um eine Gewinnmaximierung für ein paar superreiche Dynastien, die daran gewöhnt sind, sich die Taschen vollzustopfen. Wenn dabei sogar mehr als zehn Millionen Menschen in Afrika in den sicheren Tod geführt werden, wie der in den USA erschienene Dokumentarfilm „Fire in the Blood“ aufzeigt, Stellung bezieht zum „Verbrechen des Jahrhunderts“, dann muß man eine derart herzlose Ungerechtigkeit vehement anprangern.

Natürlich geht dem sehr kritischen Dokumentarfilm ein Ablauf etlicher ungerechter Verstrickungen voraus, zwischen dem weltweit beherzt engagierten Willen vieler Ärzte und entsprechender Aktivisten, das AIDS-Problem endlich im Sinne betroffener Patienten zu lösen, und einiger Pharmakonzerne, die lediglich ein Interesse haben, möglichst viel an den neuen Medikamenten zu verdienen.

James Love – vom AIDS-Aktivist zum Direktor der KEI

Jamie Love tat sich 1999 mit AIDS-Aktivisten und der Médecins Sans Frontières (MSF) als auch mit der 1987 ins Leben gerufenen Bewegung „Act up“ zusammen, um eine globale Kampagne zur Förderung der Zwangslizenzen von Patienten der Medikamente gegen AIDS zu starten. Schließlich handelte er zwei Jahre später mit dem Chef des Generika-Herstellers, dem indischen Pharma-Unternehmen Cipla, Yusuf Hamied, einen 1-$-Preis pro Tag für ein AIDS-Medikament aus. Genau dieses wichtige Prozedere thematisiert gerade der im Januar 2013 erschienene Dokumentarfilm.

Die Verbindung zwischen James Love, der als Direktor der KEI (Knowledge Ecology International) arbeitet, die als NGO sich eben besonders für die Menschen am Rande der Gesellschaften einsetzt, das Management der Ressource Wissen sinnvoll mit Regierungen, Unternehmen und anderen NGOs zu verknüpfen, eine Erleichterung für sie zu organisieren, liegt in sofern Nahe, daß entsprechend Druck gemacht werden soll, Pharmariesen zum Einlenken zu bewegen.

Dylan Mohan Gray – vom Historiker zum begeisterten Regisseur

Nachdem Dylan Gray sein Hochschulstudium in Geschichte und Film am Dartmouth College (USA), an der Budapest University of Economics sowie an der Universität Wien als auch in Geschichte an der Central European University und der University of the State of New York abgeschlossen hatte, zog es ihn zum Film, arbeitete er weltweit mit Regisseuren wie Fatih Akin, Peter Greenaway, Paul Greengrass, Deepa Mehta und Mira Nair zusammen und gründete 2005 die Produktionsfirma Sparkwater in Indien.

Was war der ursprüngliche Anlaß für Gray, sich einem solchen Thema zu nähern? Im Frühjahr 2004 stolperte er über einen Artikel im Economist, der sich mit Yusuf Hamieds Einsatz beschäftigte, kostengünstigere AIDS-Medikamente in Entwicklungsländern zu ermöglichen. Drei Jahre später stand sein Entschluß fest, über dieses brisante Thema einen Film zu drehen, entwickelte sich eine lange Liste wichtiger Mitwirkender wie schon die genannten James Love und Yusuf Hamied, aber auch der Anti-Apartheid-Aktivist und Friedensnobelpreisträger Desmond Mpilo Tutu, der Ökonom Joseph Stiglitz, der Direktor und Mitbegründer des Joint Clinical Research Centers (JCRC), Peter Mugyenyi, der New York- Times Journalist Donald G. McNeil, Jr., der investigative Journalist William F. Haddad, der 42. US-Präsident William J. Bill Clinton und besonders wichtig, der Arzt und Autor Peter Rost.

Dylan Gray bedauert zutiefst, daß nicht nur Pharmakonzerne profitorientiert herzlos agieren, sondern darüber hinaus etliche westliche Regierungen nach dessen Pfeife tanzen! So konnte gerade Peter Rost ihm entscheidende Hinweise und Tips geben, weil dieser als ehemalige Führungskraft in der Pharmaindustrie über genug Insiderwissen verfügt, welches er in seinem 2003 erschienenen Buch „The Whistleblower: Confessions of a Healthcare Hitman“ beschreibt, in dem er die illegalen und manchmal kriminellen Machenschaften in der Pharmabranche schildert.

Fazit zum Film

Es scheint wohl eine Weile gedauert zu haben, bis dieser wichtige, kritische Film ebenso hier in unserem Land gezeigt wurde, allerdings nicht im großen Rahmen, wen wundert’s, wo doch die Pharmalobby in die Pflicht genommen wird.

Möge dieser wichtige Dokumentarfilm nicht nur den kritischen Zeigefinger erheben, sondern explizit den Menschen aufzeigen, sich stets genau dann zu äußern und zusammen zu schließen, wenn Regierungen als auch die Wirtschaft die Menschenwürde mit Füßen treten!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Ungeklärtes

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