Die haben doch nicht alle Latten am Zaun


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Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte

Genau jene Zeitgenossen, die eindeutige Mißstände einfach ignorieren, Augen zu und durch, was interessiert die das, schließlich scheint es ihnen doch gut zu ergehen, man zuckt lässig mit den Schultern, Schwamm drüber, wird schon nicht so tragisch sein, der Herr wird’s allemal richten. Was für eine Haltung, die übrigens die meisten Menschen tagtäglich praktiziert.

Kein Wunder, daß auf diese Weise Zerstörung, Krieg und Elend überhand nimmt, einerseits gen Geldhähne und simple Phrasen sich gestreckt wird, nachdenkenswerte Zusammenhänge lieber ausgeblendet bleiben, ist ohnehin zu mühselig, sich darüber einen Kopf zu machen. Solange man selbst nicht betroffen, hat man ja nichsts zu befürchten.

Kommt wohl so manchem bekannt vor, jene Gleichgültigkeit, oder? Eintrainiert in den Hirnwindungen, mit der Muttermilch aufgesogen, das destruktive Verhalten, erbarmungslos häßlich Gleichgesinnten und der Umwelt gegenüber? Gänzlich ohne Sinn und Verstand alles niedertrampeln, was nicht ins eigene bösartige Weltbild paßt? Welch Brut sich stets entwickelt wider der Natur, Mensch als genau das Wesen, welches sich am gründlichsten zerstören vermag, in einer Inbrunst, die gen Himmel schreit.

Obendrein er selbst meint, er müsse Gott erschaffen, beste Alibi-Mächte, um abzulenken von eigenen Verfehlungen, Hauptsache es dient der Gier nach ewiglichem Reichtum, der Inbegriff manifestierter Niedertracht, weil immer dabei Menschen zu leiden haben. Statt aus der Geschichte zu lernen, tappen Untergebene in jene Muster des Duckmäusertums, oftmals aus Angst, bloß nichts riskieren, um Herren nicht zu verärgern.

Hoffnungsschimmer glimmen oftmals am Horizont oder mitten unter uns auf, wenn manch Couragierte kein Blatt vorm Mund nehmen, aussprechen, was sowieso längst überfällig ist. Doch kaum geschehen, stürzt ein Mob untertänigster Speichellecker, um sie in den Dreck zu ziehen, möglichst heftig zu verunglimpfen. So geschehen bei Greta Thunberg. Angeblich hochkarätige Politiker reagieren irritiert ob solch jugendlicher Direktheit. Da beugt man sich lieber einem Wirtschaftsdiktat, was nichts besseres weiß, als erst recht seinen zerstörerischen Kurs fortzufahren.

Deren Beispiele gibt es zugenüge. Völlig unqualifiziert und vor allem zutiefst unprofessionell im Sinne wissenschaftlichen Vorgehens ignorierte jener Lungenfacharzt Professor Dieter Köhler fundierte Erkenntnisse über die Stickstoff-Grenzwerte, einziger Selbstzweck, der Autolobby einen Bärendienst zu erweisen. Das sorgte für Aufsehen, sämtliche Klimawandelleugner fühlten sich bestätigt in ihrem Irrweg, das mediale Geschrei erzielte entsprechende Wirkungen.

Nicht nur alle Latten am Zaun fehlen solch Geschöpfen, gleichwohl haben sie nicht alle Tassen im Schrank – welch fatale Zielsetzungen, die einmal mehr aufzeigen, wie simpel Mensch sich blenden läßt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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