Insektensterben scheint die Politik einfach zu ignorieren


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Hauptsache der Profit stimmt

Natürlich kann man alles schönreden, Augen zu und durch, wird schon nicht so schlimm sein. Mit dieser Einstellung agieren politisch Verantwortliche auf nahezu allen Gebieten, die sie betreuen und bearbeiten. Statt das Wohl der Menschen, der Umwelt wirklich ernsthaft in Betracht zu ziehen, unterwirft man sich lieber einer profitgeilen Wirtschaftspolitik, die Maßstäbe setzt, an denen sich orientiert wird.

Allein schon das des öfteren angemahnte Insektensterben zeigt nur allzu deutlich, wie jene Problematik behandelt wird. Tina Baier listet nüchtern auf, fragt in ihrer Überschrift für die Süddeutsche, ob Insekten in 100 Jahren ausgestorben seien. Kein Wort über bedrohliche Szenarien für Erdenbürger, was wenigstens T-online zum selben Thema aufgreift, Insektensterben bedrohe die Menschheit.

Konventionelle Landwirtschaft Hauptverursacher

Es waren nicht die Grünen, die Bio als Entdeckung für sich beanspruchen dürfen, Jahrtausende bewirtschaftete Mensch seine Äcker ohne Pestizide, Kunstdünger, die Ernährung war insofern um ein Vielfaches gesünder, obendrein wurde die Umwelt nicht belastet.

Mit der Industrialisierung, den Wundermitteln der chemischen Industrie meint unsere Spezies, der Natur ein Schnippchen schlagen zu können, Hauptsache die Erträge steigern, hinweg mit Schädlingen, natürliche Kreisläufe bleiben unbeachtet. Das rächt sich auf vielen Ebenen, das Artensterben hat ohnehin durch uns Menschen zugenommen, mit konventioneller Landwirtschaft betrifft es vermehrt Insekten, aber am Ende war’s niemand.

Keine Proteste, zu wenig Widerstände!

Was muß noch alles geschehen, bis selbst alle begreifen, daß wir abhängig sind von der Natur? Meint Mensch tatsächlich, er könne ohne sie existieren? Die EU richtet sich gleichwohl nach einem Wirtschaftsdiktat, welches den Kurs der Ignoranz kaltschnäuzig fördert, Naturschutz-Aktionen reichen ganz offensichtlich nicht aus.

Insofern müssen wesentlich mehr Widerstände und Proteste aufkommen, bevor es tatsächlich zu spät sein wird. Die Wissenschaft hat vorgelegt, vielfach aufs Insektensterben hingewiesen, vor allem auf die Gründe. Jetzt ist die Politik im Zugzwang, bleibt sie weiterhin dermaßen träge und selbstgefällig hörig den Landwirtschaftlobbyisten gegenüber, liegt es an uns allen, sie aufzufordern, dies zu verhindern. Verbraucher haben es besonders in der Hand, sie können Zeichen setzen, wenn sie denn wollen. Ein weiter so bedeutet, daß 2119 kein Schmetterling oder eine Biene mehr Blumen ansteuert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Naturschutz

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Eine Antwort zu Insektensterben scheint die Politik einfach zu ignorieren

  1. balkansurfer schreibt:

    Eine Schande ist es, was Kriminelle der Agrar-Lobby mit Subventionen für Exporte so alles organisieren und nur mit korrupten Ministern, Beamten und Gross-Bauern.

    Gefällt 1 Person

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