Wann verschwinden endlich Machos von der Bildfläche?


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Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte

Sie richten nur Unheil an. Weiß jedermann, aber seit Jahrhunderten ändert sich kaum etwas, dagegen mag der Versuch von Frauen, sich zu emanzipieren, mehr einem kläglichen Versuch gleichen. Trotzdem bleiben sie dran, das nicht nur zu Recht, es beinhaltet die einzige, nahezu letzte Chance die Welt zu retten. Frauenpower forever!

Das gilt im Alltag genauso wie auf politischem Weltparkett. Es seien zunächst mal drei Namen genannt, sortiert von West nach Ost, die deutlich aufzeigen, wofür jene Machos stehen, Donald Trump, Recep Tayyip Erdoğan und Wladimir Putin. Schaut man genauer hin, haben sie obendrein noch etwas entscheidend gemeinsames, ihre nationale Haltung.

Südamerikanische Eroberung den Begriff des Machismo prägte, besonders die Dominanz des Mannes gegenüber der Frau festigte? Der hombre serio steht über allem, beherrscht seine Familie, seine Frau, am Ende sein Land, Machtansprüche manifestieren sich, alles hat sich ihm unterzuordnen. Überträgt man das auf die Politik, wird schnell klar, welche Form dabei sich etabliert. Der Despot, der Alleinherrscher setzt sich durch, Faschismus als Folge sich ausbreitet.

Mit Blick zur Historie Lateinamerikas nicht weiter verwunderlich. Was in Europa mit dem griechischen und portugiesischen Faschismus in den 1970iger Jahren schließlich sein Ende nahm, heißt längst nicht, daß dieser für ewig ruht, keinen Nährboden mehr findet. Weiterhin lauern die Gefahren jener politischen Herrschaft, die in manch Ländern wieder Fuß faßt, denken wir an Weißrussland, Nordkorea oder die Türkei.

Bei der Gelegenheit mögen die wohl geschichtlich tragischsten und grausamsten Herrscher genannt sein, die gleich millionenfach Todesopfer verursachten: Josef Stalin, Adolf Hitler, Mao Zedong und Idi Amin. Dabei sollte niemand die Gegenwart unterschätzen, mit einem Jair Messias Bolsonaro, Viktor Mihály Orbán oder einem Kim Jong-un schaut es keineswegs rosiger aus – die Bevölkerung hat unter deren Herrschaft nichts zu lachen, muß leiden.

Zurück zu den drei Erstgenannten politischen Machos. Bei Donald Trump sind sämtliche Optionen offen, die dessen Unberechenbarkeit unterstreichen, auch wenn seine Macht spätestens nach zweiter Amtszeit 2025 beendet sein wird. Nicht minder ungefährlich der „gelackte“ Wladimir Putin, in dessen Land es merklich viel zu still hergeht, kaum bis keine Opposition entsteht, meist im Keim erstickt wird. Die anfänglich sich scheinbar öffnende Türkei leidet seit Jahren unter dem Despoten Recep Tayyip Erdoğan, der seine Macht kontinuierlich ausbaut.

Die Frage, wann Machos endlich von der Bildfläche verschwinden, kann man derzeit nur verneinen. Sie bleiben uns erhalten, solange die Menschheit die Dominanz des Mannes zuläßt, fördert, bisher nicht verstanden hat, daß Gewalt, Zwänge, soziale Ungerechtigkeit, Überreichtum stets zu Elend, Kriegen führen.

Die argentinisch-deutsche Ärztin und Schriftstellerin Esther Vilar formulierte mal:

„Die Frau kontrolliert ihren Sex, weil sie für Sex all das bekommt, was ihr noch wichtiger ist als Sex.“

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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