Weltschmerz – eine kleine Reise voller Lichtblicke


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Melancholischen Gedanken folgend, das Sein neu strukturieren

Siehst du das Land der tausend Möglichkeiten, dich gänzlich ohne Scheu und Sorgen zu entfalten, während an dessen Grenzen bereits böse Mächte hausen, um es zu gefährden? Und du erwachst aus unruhigem Traum, um dich verwundert umzuschauen, findest keinerlei Indizien, was den Schlaf wohl gestört haben mag, zumal in Wirklichkeit die Welt sich gleichmäßig dreht, Mensch Zwietracht sät.

Zur gleichen Zeit weit entfernt im Schlafsack eine Reisende nach oben starrt, lauschend die Umgebung erfaßt, die erfüllt von unbekannten Lauten tierisch-nächtlicher Gestalten. Obwohl schon länger in dieser Wildnis unterwegs ihr dennoch stets ins Bewußtsein rückt, wie klein doch des Menschen Macht, wenn er einmal unbedacht ins Leere greift, weil er unaufmerksam abgelenkt in Überlegungen versank. ‚Drum sei immer allgegenwärtig möglichst hellwach, bevor mit Ach und Krach dein Leben an einem seidenen Faden hängt‘, ihr sich beim Liegen dieser Gedanken aufdrängt.

Mitten in der Großstadtmetropole eines westlich orientierten Industriestaates schlendert äußerst lässig eine Gruppe Jugendlicher fröhlich lachend, teilweise entrückt und berauscht, eine belebte Straße entlang. Der Verkehrslärm bestimmt die grell erleuchtete Szenerie, überall durch das kurze Hupen mancher Autos begleitet, hoch oben im dunklen Nachthimmel ein Helikopter kreisend seine Bahnen zieht. Plötzlich zwei Gestalten aus dem Nichts die jungen Menschen bedrängen, ihnen mit Schußwaffen zu verstehen geben, sie mögen sich der Länge nach hinlegen, um im nächsten Moment sie auszurauben. Nach wenigen Augenblicken die Diebe verschwinden, der Hubschrauber, der das Ganze filmte, möge sie gezielt finden, lautet der Befehl einer eintreffenden Funkstreife.

Melinda und Tobias sitzen engumschlungen auf großer Couch, vor der Flimmerkiste einer Komödie folgend, die sie in den Bann gezogen. Irgendwann der Film in den Hintergrund rückt, sie völlig entzückt sich ihrem Liebesspiel hingeben, auf Wolken schweben, die allen Menschen begegnen, die jene Gefühle hegen. Ach, wie schön kann diese Nähe sein, die nicht nur zum Schein uns begleiten möchte, um trotz mancher Sorgen am nächsten Morgen uns Hoffnung zu geben. Ja, so ist das Leben, in dem ein Aufwärtsstreben zunächst eine gezielte Option verheißt, selbst wenn deren Weg eigentlich fragende Bedenken über Bord schmeißt.

Was unternimmt Mensch nicht alles, um möglichst einfach Widrigkeiten zu entweichen, um seinesgleichen gar zu verleugnen? Hauptsache er steht im günstigen Licht, da zählt kein Gewissen trotz Jüngstem Gericht. Der Glauben ohnehin unwichtig in einer Welt voller Versuchungen, das Glück auf irgendeine Weise zu erhalten. Was interessiert dabei ethisch-moralisches Verhalten? So denkt mancher Geselle, der auf die Schnelle zu Anerkennung kommen möchte, vergißt, was eigentlich seinem Weg entspricht.

Dort, ein Hoffnungsschimmer, ein strahlendes Licht, welches uns das Ende des Tunnels zeigt. Folgen wir ihm, seien nicht abgeneigt und verbeugen uns voller Demut – alles wird gut.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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